Protestaktion von "Friends of the Earth Norway" (Naturvernforbundet) gegen Öl- und Gasförderung in den Gewässern rund um die norwegischen Lofoten-Inseln
(Luka Tomac
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Friends of the Earth Europe)
Die Region der arktischen Lofoten bleibt in den nächsten drei Jahren frei von jeder Öl- und Gasförderung. Das entschied Mitte Januar Norwegens Regierungskoalition.
Ein wichtiger Erfolg für den BUND-Partner Naturvernforbundet – seit über 20 Jahren kämpfen "Friends of the Earth Norway" für den Schutz dieser Region und gegen die klimaschädliche Öl-und Gasförderung.
Die Entscheidung der norwegischen Regierung ist richtungsweisend für den Klimaschutz. So hatten 2017 Klimawissenschaftler*innen und Aktivist*innen die sogenannte "Lofoten-Deklaration" verfasst, in der ein Ende der fossilen Energieträger überall auf der Welt gefordert wird.
Somit ist die Entscheidung, in den Gewässern rund um die Lofoten-Inseln vorerst kein Öl und Gas zu fördern, auch ein Symbol für die wachsende Unterstützung für ein Ende der Förderung klimaschädlicher Energieträger. Silje Lundberg, die Vorsitzende von Naturvernforbundet, glaubt an einen langfristigen Sieg: "Rund um die Lofoten werden wir wohl nie mehr eine Bohrinsel sehen."
Der Kampf gegen Kohle, Öl und Gas geht weiter
Während in Deutschland die Entscheidung bezüglich eines Kohleausstiegs von einer Regierung zur anderen und von Sondierer*innen in Kommissionen verschoben wird, hat die norwegischen Regierung also im Falle Lofoten mit einem klaren Verbot eine deutliche Ansage für den Klimaschutz gemacht.
Doch auch in Norwegen ist das nur ein erster wichtiger Schritt. Denn die Ölförderung in anderen Gebieten des Landes geht munter weiter. Und von einem kompletten Ausstieg will auch die norwegische Regierung noch nichts wissen. Also gilt dort wie hier: Unser Kampf gegen die klimaschädlichen Energieträger Kohle, Öl und Gas muss weitergehen!