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Luchse ziehen ins Wildkatzendorf ein

16. Juli 2019 | Wildkatze, Wälder, Lebensräume, Naturschutz

Im BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda am Rande des Hainich Nationalparks in Thüringen dreht sich alles um die Europäische Wildkatze. Nun ist auch der große Bruder der Wildkatze, der Luchs, ins Dorf der wilden Katzen eingezogen.

Luchs im Übergangsgehege, kurz vor dem großen Umzug.

Am Montag den 15.7.2019 wurde das neue Luchsgehege feierlich eingeweiht. Ein Kater und eine Katze streifen von nun an durch ein 4000 Quadratmeter großes, bewaldetes Freigehege. Besucher können die Luchse ab Ende Juli begrüßen, die Tiere müssen sich erst noch in Ruhe an ihr neues Gehege gewöhnen. Gleich nebenan leben außerdem nach wie vor vier Europäische Wildkatzen in weitläufigen Anlagen. In der Wildkatzenscheue können sich Katzenfreunde in einer neugestalteten Ausstellung über das heimliche Leben und den Schutz von Wildkatze und Luchs informieren.

Beide Katzenarten waren einst heimisch in unseren Wäldern und befinden sich heute auf der Roten Liste. Sie stehen für natürliche und artenreiche Wälder und sind Botschafter für die Wiedervernetzung von Lebensräumen. Die Wildkatze war vor einigen Jahrzehnten noch sehr selten, sie überlebte in Wäldern wie dem Hainich mit seinen ursprünglichen Buchenwäldern. Heute ist die Wildkatze in viele Lebensräume zurückgekehrt. Auch der Luchs ist aktuell dabei, sich seinen ursprünglichen Lebensraum auf leisen Sohlen zurückzuerobern, allerdings gibt immer noch nur rund 85 erwachsene Tiere in drei isolierten Populationen. Im Nationalpark Hainich wurde Anfang 2018 ein Luchs von einer Wildtierkamera fotografiert, das Tier ist aber wohl weitergezogen. Das neue Schauanlage im Wildkatzendorf soll die Akzeptanz der Großkatze fördern. Sie soll zum Kennenlernen der Tiere anregen und Informationen über deren Bedrohung und gegenwärtige Schutzmaßnahmen vermitteln.

Die neue Luchsanlage wurde gefördert durch das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz im Rahmen des ELER-Vorhabens: "Der Luchs in der Hainich-Region: Statusermittlung und Akzeptanzbildung als Grundlage für seine Rückkehr" (2017-2019).

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