360.000 Menschen fordern von Umweltministerin Schulze ein wirksames Klimapaket

13. Dezember 2019 | Klimawandel, Kohle, Energiewende

Auf der Weltklimakonferenz haben wir die 360.000 Unterschriften des Eilappells "Das Klima kippt!" an Bundesumweltministerin Svenja Schulze übergeben.

Übergabe von 360.000 Unterschriften an Svenja Schulze während der COP 25 in Madrid  (David Tong / WWF Neuseeland)

Der BUND hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) beim UN-Klimagipfel aufge­for­dert, sich für eine umfassende Überarbeitung des Klimapakets der großen Koalition einzusetzen. Mit im Gepäck: 360.000 Stimmen für ein wirksames Klimapaket.

"Zusammen mit anderen Verbänden haben wir 360.000 Unterschriften für ein wirklich ambitioniertes Klimapaket", sagte BUND-Vorsitzender Olaf Bandt bei der Übergabe in Madrid. "Wir fordern einen sehr schnellen Einstieg in den Kohleausstieg und einen wirksameren CO2-Preis. Die Klima-Beschlüsse des SPD-Bundesparteitags haben dafür ein politisches Fenster geöffnet."

Beim Ausbau von Windkraft haben wir Ministerin Schulze aufgefordert, sich gegen pauschale Abstandsregelungen für die Windenergie einzusetzen.

Klimapäckchen reicht nicht!

Nachdem die Bundesregierung am 20. September das "Klimapaket" beschlossen hat, haben der BUND, Campact, Germanwatch, der Nabu, Greenpeace, der DNR, die Naturfreunde Deutschlands, das Umweltinstitut München und der WWF einen Eilappell gestartet. Darin fordern die Umweltverbände: "Die Uhr tickt: Konkretes Klimaschutzpaket bis zur Weltklimakonferenz!". Über 360.000 Menschen haben sich dem Eilappell angeschlossen. Bisher hat die Bundesregierung ihr Klimapäckchen noch nicht nachgebessert, doch wir bleiben dran und fordern gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen weiterhin ein wirksames Klimaschutzpaket.

Der BUND fordert:

  • Mit klaren Regeln aus Kohle, Öl und Gas aussteigen: Ein Kohleausstieg bis spätestens 2030, das sofortige Verbot neuer Ölheizungen und den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor.
  • Den Geldhahn für Öl, Gas und Kohle zudrehen. 100 Prozent auf Erneuerbare Energien setzen. Die Hürden, die den naturverträglichen Ausbau derzeit ausbremsen, müssen fallen.
  • Zum Klimaschutz gehört die Verkehrs- und Agrarwende.
  • Ein CO2-Preis von mindestens 50 Euro pro Tonne, der bis 2030 auf 180 Euro steigt.
  • Das angekündigte Klimaschutzgesetz muss jährliche Klimazielen sicher festlegen. Werden sie verfehlt, müssen die Klimaschutzmaßnahmen schärfer werden.

 

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