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1.000 Hinweise auf den Gartenschläfer

24. September 2019 | Lebensräume, Naturschutz

1.000 Gartenschläfer-Meldungen  (BUND)

Die bedrohte Schlafmaus findet immer mehr Freund*innen: Mehr als 1.000 Hinweise auf Gartenschläfer sind bereits auf www.gartenschlaefer.de eingegangen. "Diese Resonanz auf unsere 'Spurensuche Gartenschläfer' ist einfach großartig", freut sich Johannes Lang, BUND-Gartenschläfer-Experte von der Universität Gießen. "Mit Unterstützung von so vielen Bürgerinnen und Bürgern erhalten wir ein immer genaueres Bild von der Verbreitung des Gartenschläfers. Das ist ein zentrales Puzzlestück, um dem Aussterben der Tierart auf den Grund zu kommen." 

Das Verbreitungsgebiet des Gartenschläfers ist in den vergangenen 30 Jahren um mehr als der Hälfte geschrumpft. Da das kleine Nagetier recht anpassungsfähig scheint – es ist sowohl in kühlen Hochlagen der Mittelgebirge als auch in Kleingärten entlang des Rheins heimisch – ist es aus vielen Regionen spurlos verschwunden. Die Ursachen sind bislang noch völlig unklar.

Im Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" untersuchen der BUND, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung deshalb gemeinsam alle denkbaren Einflüsse, unter anderem Nahrung, Krankheiten, genetische Vielfalt, Lebensraumansprüche. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert.

Ein Vergleich der aktuellen Verbreitung mit früheren Erfassungen liefert erste Hinweise auf die Entwicklung der Bestände und mögliche Ursachen für ihren Rückgang. "Ohne die Unterstützung aus der Bevölkerung wäre eine solche breite Erfassung kaum zu schaffen", betont Johannes Lang. "Jeder einzelne Hinweis hilft uns, dem Aussterben des Gartenschläfers auf die Spur zu kommen und es aufzuhalten."

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