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Wir wollen volle Nester!

Von Ende März bis Mitte Juni, wenn Kiebitze und andere Wiesenbrüter ihre Nester anlegen und brüten, wird auf den Wiesen gewalzt, gedüngt und gemäht. Der Einsatz schwerer Maschinen und fehlende Schutzräume kosten zahlreichen Küken das Leben. In diesen Tagen beginnt die Brutsaison und unsere Schutzmaßnahmen sind wichtiger denn je. Darum bitten wir Sie herzlich: Unterstützen Sie unsere Arbeit zur Rettung der Wiesenbrüter mit Ihrer Spende!

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Was ist das Problem?

Kiebitzküken; Foto: A. Schoppenhorst  (A. Schoppenhorst)

Wiesenvögel nehmen fast überall in Deutschland stark ab. Vielfach brechen die Populationen binnen weniger Jahre zusammen, und in zahlreichen Grünlandgebieten sind die schönen Balzrufe der Kiebitze, Brachvögel oder Uferschnepfen mittlerweile gar nicht mehr zu hören. Ein Hauptproblem ist der fehlende Nachwuchs, und hierfür sind v.a. die hohen Brutverluste auf den Wiesen verantwortlich, die bei der maschinellen landwirtschaftlichen Bearbeitung im Frühjahr passieren.

Gefahr durch Bewirtschaftung

Wenn ab April das Grünland mit der Walze, der Wiesenschleppe, dem Striegel oder Güllewagen getrimmt wird, erleiden Bodenbrüter fast immer Totalverluste. Anders als früher, als Landwirte erstmals im Juni ausrückten, um die Grasernte einzufahren, wo all die Abläufe der Bewirtschaftung noch recht langsam über die Bühne gingen, wo letztlich die Vögel noch viele Wochen Zeit für ihren Nachwuchs hatten, ist unter den heutigen Bedingungen im „Normalgrünland“ praktisch keine unbeschwertes Brüten mehr möglich. 

So hilft Ihre Spende den Bodenbrütern!

• Wir kennzeichnen Schutzgebiete durch detaillierte Arbeitskarten.
• Wir schaffen Schutzkorridore, damit die Küken sicher ihre ersten Schrittchen wagen können.
• Wir bewässern spezielle Flut-Mulden, damit die Tiere genug Nahrung finden.

Warum wir jetzt handeln müssen!

Braunkehlchen; Foto: Stefan Huwiler / imagebroker  (Stefan Huwiler / imagebroker)

Ohne einen konsequenten Schutz würden Feuchtlandbewohner bald gänzlich von unseren Wiesen verschwinden: Bekassine, Uferschnepfe, Kampfläufer und der Große Brachvogel sind nach der aktuellen Roten Liste vom Aussterben bedroht. Um diesem verhängnisvollen Trend entgegenzuwirken, engagieren wir uns in bundesweiten Projekten. Mit Erfolg: Die Brutbestände von Kiebitz, Uferschnepfe, Brachvogel und anderen Arten steigen hier wieder deut­lich an.

Wir erhalten Lebensräume

Kiebitz und Küken; Foto: suzbah – Fotolia.com Wiesenbrüter wie der Kiebitz profitieren im besonderen Maße von neu geschaffenen Auenlebensräumen. (suzbah / fotolia.com)  (suzbah / fotolia.com)

Unser Schutzprogramm für bedrohte Wiesenvögel soll auf weitere Gebiete ausgedehnt werden. In den vergangenen beiden Jahren konnten wir mit Schutzmaßnahmen beginnen und es sieht vielversprechend aus. Mit mehr als 2.000 Hektar offenem Grünland und Feuchtgebieten sind die notwendigen Voraussetzungen für die gewünschten Lege- und Bruterfolge geschaffen worden. Erste Zählungen hier zeigen, dass die Flächen aktuell von verschie­denen Wiesenvögeln genutzt werden.

 

Jetzt gibt es viel zu tun, und Ihre Spende hilft uns dabei:

  • 15 Euro reichen, um 5 Meter Elektrozaun zum Schutz vor Beutegreifern zu kaufen.
  • 30 Euro finanzieren die Bewässerung von rund 1.200 Quadratmeter Wiesen­land in der Brutsaison.
  • 50 Euro sichern überlebenswichtige Schutzzonen für Jungvögel. 

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Erfolgreicher Vogelschutz für gefährdete Wiesenvögel

Kiebitz neben seinem Nest. Foto: Günther Lange Kiebitz, direkt neben einem Nest.  (© Günther Lange)

Erstmals wurden 2018 mehr als 500 Brutpaare im BUND-Projektgebiet im Bremer Blockland gezählt. Für diesen Erfolg haben der BUND und Landwirte in Bremen in den vergangenen Jahren richtungsweisende Lösungen zum Schutz der Wiesenvögel erarbeitet:

Brutplatzsuche: Viele Augen sehen mehr

Während der Brutzeit zwischen März und Juni kennzeichnen BUND-Freiwillige und Landwirte gemeinsam Brutplätze im Projektgebiet mit Bambusstäben. Aufgestellte
Trittschutzgitter und Elektrozäune wehren Weidevieh bzw. Beutegreifer wie Fuchs und Marder ab.

Kükenschutz: Flucht ins hohe Gras

Die Küken brauchen dringend ungemähte Wiesenstreifen, um im hohen Gras Deckung vor Greifvögeln und Krähen zu finden. Wenn der Grasschnitt erfolgt und die noch kleinen Küken bereits umherlaufen, haben sie kaum Überlebenschancen. Verzögertes oder sehr langsames Mähen sowie ungemähte Fluchtstreifen sorgen für ihr Überleben.

Bewässerung: Flutmulden zur Nahrungssuche

Bei Trockenheit in der Brut- und Kükenzeit wird in speziell angelegten Flutmulden Wasser auf die Wiesen gepumpt. Hier gehen ganze Watvogelfamilien auf Nahrungssuche.

Impressionen: Vögel in Feld und Flur

Ob Getreidefeld, Acker oder feuchte Wiesenflächen – in Deutschlands Kulturlandschaften brütet eine Vielzahl von bedrohten Vogelarten.

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Mehr Informationen zum Wiesenvögelschutz erhalten Sie hier.

Übrigens: Die Stiftung Warentest empfiehlt den BUND als "beispielhaft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft