Mehr Moor, bitte!

Nur rund 1 Prozent der ursprünglichen Moor­flächen Deutsch­lands sind noch erhalten. Rund 99 Prozent wurden entwässert, um Torf zu stechen oder die Flächen land- und forstwirtschaftlich zu nutzen. Ihre natürliche Funktion als Arten- und Klimaschützer können trockengelegte Moore nicht mehr erfüllen. Das wollen wir ändern! Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.

SPENDEN UND MOORE RETTEN!

Moore – einzigartig für Natur und Klimaschutz

In unseren Mooren leben vor allem die Spezialisten mit besonderen Überlebensstrategien. Der insektenfressende Sonnentau kommt mit den nährstoffarmen Böden gut zurecht. Der gefährdete Moorfrosch, dessen Männchen sich zur Paarungszeit blaub färben, liebt die feuchten Moore. Für viele gefährdete Vogelarten wie Brachvogel und Wiesenweihe sind sie Überwinterungs-, Brut- oder Rastplatz.

Moore sind zudem unentbehrlich für ein gutes Klima: Sie funktionieren wie ein natürlicher Schwamm und nehmen große Mengen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid auf. Obwohl sie nur drei Prozent der Erde bedecken, speichern Moorlandschaften so viel Kohlenstoff wie alle Waldregionen der Welt zusammen.

Warum sind unsere Moore in Gefahr?

Viele Moorflächen wurden jahrhundertelang durch den Menschen entwässert und für den Torfabbau missbraucht. Nur ein Prozent der ursprünglichen Moorflächen in Deutschland ist noch erhalten. Dazu kommt die extreme Trockenheit der vergangenen Jahre. Besonders fatal: Im Gegensatz zu intakten Mooren geben entwässerte Moore große Mengen an Treibhausgasen ab und wirken sich damit negativ auf das Klima aus.

JETZT MIT EINER SPENDE HELFEN

BUND schützt unsere Moore

  • Wir renaturieren Moore: Viele Moore sind trockengelegt und müssen zunächst wiedervernässt werden. Das ist harte Arbeit: Ent­wässerungs­gräben werden ange­staut, Stau­punkte gesetzt, Quer­dämme angelegt. Im Boden sind bei bestimmten Moortypen wasser­dichte Sperren nötig, um zu ver­hindern, dass Regen­wasser in tiefer­gelegene Gebiete abfließt. Gerade in Dürrezeiten mit wenig Niederschlag ist das enorm wichtig. Für all diese Arbeiten brauchen wir speziell für Feuchtgebiete geeignete Geräte und Maschinen, um die empfindliche Tier- und Pflanzenwelt möglichst wenig zu beeinträchtigen. 
  • Wir pflegen Moore dauerhaft: Damit die Flächen offenbleiben braucht es Pflege. Junge Birken, Kiefern und Sträucher müssen entfernt werden. Hunderte BUND Aktive übernehmen diese anstrengende Arbeit. In einigen unserer Projekte haben wir besondere Helfer "engagiert", wie zum Beispiel in der Diepholzer Moorniederung: Unsere 900 Moorschnucken und 60 Ziegen sorgen dafür, die wertvollen Gebiete offenzuhalten und so die Lebensräume gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu schützen.
  • Wir sind auf politischer Ebene aktiv: Wir überzeugen Politiker*innen von der Bedeutung der Moore. Es braucht staatliche Anreize, um den flächendeckenden Schutz der Moore zu erreichen. Im „Aktions­programm Natür­licher Klima­schutz“ hat die Bundesregierung den Schutz der Moore ganz nach vorn gestellt. Doch konkrete Maßnahmen müssen jetzt folgen! Es braucht Pro­gramme zur Wieder­ver­nässung, eine andere Agrar­politik und einen Aus­stieg aus dem Torf­abbau. Darauf drängen wir.

Ihre Spende erweckt Natur zu neuem Leben!

Unsere Arbeit ist nur mit Hilfe von Spenden möglich. Daher ist Ihre Unterstützung so wichtig. Helfen Sie uns, damit wir tatkräftig für den Schutz unserer Moore anpacken können. Ihre Spende:

  • unterstützt unsere umweltpolitische und öffentlichkeitswirksame Arbeit.
  • trägt dazu bei, für die Wiedervernässung von Mooren Spezialgeräte und Maschinen einzusetzen.
  • hilft dabei, die Hütehaltung der Moorschnucken oder anderen Arten sicherzustellen.

BUND-Spendenkonto

GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE43 4306 0967 8016 0847 00
BIC: GENODEM1GLS

Stichwort: Unsere Moore

Übrigens: Die Stiftung Waren­test empfiehlt den BUND als "beispiel­haft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft