Der wahre Preis der Schnäppchen

Black Friday, Cyber Monday oder Super Sale November: Aktuell quillen viele Postfächer über mit "Deals" und Rabatten. Der Handel erhofft sich Milliarden-Umsätze und überschlägt sich mit Rabatten. Doch viele Produkte, die uns jetzt als Sonderangebot feil geboten werden, sind teuer erkauft. Überall auf der Welt leiden Mensch und Natur unter den gewissenlosen Geschäften deutscher Unternehmen.

Das darf nicht sein: Wir machen uns stark für einen fairen Welthandel und brauchen hierfür Ihre finanzielle Unterstützung!

MEINE SPENDE FÜR FAIRE LIEFERKETTEN

Was ist der wahre Preis der Schnäppchen und wer zahlt ihn?

Auch deutsche Unternehmen verstoßen in ihren globalen Geschäften immer wieder gegen grundlegende Menschenrechte und schädigen die Umwelt – ohne dass sie dafür Konsequenzen befürchten müssen. Kinderarbeit, verseuchte Gewässer und Böden, abgeholzte Wälder, schlechte Löhne, die systematische Bekämpfung von Arbeitnehmervertretungen, kaum Arbeitssicherheit – die Liste ist lang:

  • Kinderarbeit für Kosmetik: In vielen Kosmetikartikeln steckt das Mineral "Mica". Abgebaut wird es vor allem in Indien und Madagaskar – unter anderem von mehreren tausend Kindern. Die jüngsten von ihnen sind gerade mal vier Jahre alt. Statt zur Schule zu gehen, schürfen sie im wahrsten Sinne des Wortes um ihr Leben. Denn das Mica-Schürfen ist sehr gesundheitsschädigend. Die Folgen: Atemwegserkrankungen und Schnittwunden.
  • Gigantischer CO2-Fußabdruck: Treibhausgasmissionen, die in den Wertschöpfungsketten von Unternehmen anfallen, werden im deutschen Lieferkettengesetz nicht adressiert. Helfen würden konkrete klimabezogene Sorgfaltspflichten. So könnten Unternehmen dazu verpflichten werden, ihre Emissionen wertschöpfungskettenübergreifend zu senken und den Schutz von Kohlenstoffspeichern wie Urwäldern und Mooren zu gewährleisten.
  • Mondlandschaften für Radios, Fernseher und Co.: Zinn ist ein weltweit begehrter Rohstoff für Elektronikprodukte. Für seine Gewinnung wird Natur zerstört, z.B. in Indonesien. Wälder werden abgeholzt und Gewässer vergiftet. Übrig bleiben mit Wasser gefüllte Krater, unfruchtbare Mondlandschaften, besonders anfällig für Überschwemmungen und Dürren.
  • Die wahren "Fashion Victims": Der Ein­sturz einer Textil­fabrik in Bangla­desch, die auch für KIK pro­du­zierte, löste vor knapp 9 Jahren Ent­setzen aus. Aber nach wie vor sind die Ar­beits­be­dingungen in der Textil­in­dustrie kata­strophal: Akkord­arbeit, keine Sicher­heit in den Be­trieben, Ein­satz von Chemi­kalien, schlechte Be­zahlung. Landen die teils kurzlebigen Produkte dann im Abfall, wird der Müll in den globalen Südens verschifft. Dort fügt dieser noch über Jahrzehnte Mensch und Umwelt großen Schaden zu.

Es geht auch anders!

Das alles muss nicht sein: Ein EU-Lieferkettengesetz könnte Abhilfe schaffen. Es soll Unternehmen verpflichten, bei Ihren Lieferanten und Zuliefererbetrieben auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz zu achten. 

Seit Februar diesen Jahres liegt der Gesetzesentwurf vor. Und seitdem versucht die Industrie mit Ihrer starken Lobby das Gesetz zu verwässern. Dagegen gehen wir an und brauchen Ihre Unterstützung. Zusammen sind auch wir stark und finden Gehör!

MEINE SPENDE FÜR FAIRE LIEFERKETTEN

Warum Ihre Spende für faire Lieferketten jetzt so wichtig ist!

  • Wir klären auf: Niemand von uns will Produkte kaufen, für die Kinder ausgebeutet und Arbeitskämpfe niedergeschlagen werden, Böden und Flüsse verseucht wurden oder schlimmstenfalls Menschen gestorben sind: Doch dafür müssen wir wissen, welche Produkte unbedenklich sind, welche Unternehmen die Standards einhalten und welche nicht. Hier klären wir mit unseren Kampagnen auf. Das Thema muss in die Öffentlichkeit!
  • Wir machen Druck in der Politik: In Brüssel allein arbeiten schätzungsweise 25.000 Unternehmenslobbyist*innen, von denen viele starke Sorgfaltspflichten für Unternehmen zu verhindern versuchen. Hier schaffen wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen ein Gegengewicht. Wir zeigen vollen Einsatz für ein starkes EU-Lieferkettengesetz und das Gemeinwohl. Dazu sprechen wir mit Politiker*innen, starten öffentlichkeitswirksame Aktionen und überzeugen mit Fakten!

Warum wir auf Ihre Spende angewiesen sind:

Der BUND en­gagiert sich für einen fairen Welt­han­del sowie öko­lo­gische und soziale Stan­dards für die Welt­wirt­schaft. Da­für sind wir an vielen Stellen aktiv: Wir for­dern eine Wen­de im Um­gang mit Roh­stoffen, einen Stopp von inter­na­tio­nalen Han­dels­- und In­vesti­tions­schutz­ab­kommen wie EU­-Merco­sur, CETA, dem Energie­charta­-Ver­trag oder einer Neu­auf­lage von TTIP und klären die Öffent­lich­keit über die Zu­sam­men­hänge un­seres glo­balen Wirt­schafts­systems auf. Vielen Dank, dass Sie uns dabei unterstützen!

BUND-Spendenkonto

GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE43 4306 0967 8016 0847 00
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Fairer Welthandel

Übrigens: Die Stiftung Waren­test empfiehlt den BUND als "beispiel­haft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft