Ewigkeits-Chemikalien: Kaum bekannt, zu wenig untersucht – und ein großes Problem

Tag für Tag schmieren wir uns Chemie in Gesicht und Haare. Und das mit Chemi­kalien, deren Folgen für unseren Körper und die Um­welt noch gar nicht genau er­forscht sind. Als BUND machen wir uns stark gegen gefährliche Chemikalien im Alltag. Bitte helfen Sie uns dabei.

MEINE SPENDE FÜR PRODUKTE OHNE GIFT

Ob als Haarfärbe­sub­stanz, Füllstoff, Lösemittel, Bin­de­mittel oder für die perfekte Zähflüssigkeit, per- und polyfluorierten Alkylsub­stan­zen (kurz: PFAS) werden vielseitig eingesetzt – und oft kommen wir in direkten Hautkontakt mit ihnen. So finden wir finden wir sie in Cremes, Shampoos, Make-up oder Gesichtsmasken.

PFAS oder auch Ewigkeits-Chemikalien genannt, gehören zu den stabilsten organischen Ver­bin­dungen, die wir kennen. Sie verweilen über Generationen hinweg in der Umwelt und lassen sich nicht mehr zurück­holen. Dabei reichern sie sich an: im Boden, im Wasser, in unserem Körper.

Warum sind Ewigkeits-Chemikalien ein Problem?

Weil diese Stoffe (aktuell über 4.700!) nicht ausreichend untersucht sind. Studien deuten bei einer Reihe von Ewigkeits­-Chemikalien auf gesund­heits­schäd­liche Aus­wirkungen hin: Auf Schild­drüsen­erkrankungen, Leber­schäden, Fettleibig­keit, Diabetes, hohen Cholesterin­spiegel sowie auf ein erhöhtes Risiko für Brust-, Nieren­- und Hoden­krebs.
 
Nach wie vor fehlen aus­rei­chende toxiko­lo­gische Da­ten, um die Gefahren beurteilen zu können, die von der überwie­gen­den Mehr­heit der Ewigkeits­chemikalien ausgehen. Und das gilt besonders bei Kosmetik- und Körperpfle­ge­pro­duk­ten. Hier kommen wir mit diesen Stoffen in direkten Hautkontakt. Die Aufnahme dieser Chemikalien über die Haut wurde bisher jedoch kaum untersucht.

Meine Spende für Produkte ohne Gift

Wieso gibt es Ewigkeits-Che­mi­kalien in so vielen Produkten?

  1. Sie sind fett- und wasserab­wei­send und haben damit Eigen­schaften, die in Outdoor­-Kleidung, Lebens­mit­telver­packungen und auch Kosmetika gerne gesehen werden.
  2. Die Her­stellung ist etabliert und die Industrie ist zu träge, um auf sichere Alter­nativen umzu­stellen. Denn die gäbe es durchaus. Aber Hersteller scheuen den Aufwand, denn eine Um­stellung kostet erstmal Zeit und Geld.

Mit Ihrer Hilfe wollen wir das ändern.

Meine Spende für Produkte ohne Gift

Hier setzen wir als BUND an

Aufklärung, damit wir uns wehren können:

Wir alle müssen beim Ein­kauf schnell sehen können, welche Produkte gefährliche Stoffe enthalten. Doch beim Klein­ge­druckten auf der Rück­seite sind die meisten von uns raus, denn wenige haben ein Chemie­studium absolviert. Deshalb haben wir die App "ToxFox" entwickelt. Damit lassen sich direkt beim Ein­kauf mit dem Telefon Pro­dukte untersuchen. Einfach den Produkt­code scannen und gefährliche Inhalts­stoffe werden ruckzuck und verständlich aufgelistet.
 
Doch was so einfach klingt, ist viel Arbeit. Bisher untersucht der ToxFox Produkte auf Mikro­plastik, hormonelle Schad­stof­fe und Nanopar­ti­kel. Die Ewigkeits-Chemi­ka­lien fehlen. Noch. Wir sind in den letzten Vor­bereitungen für ein Update der kosten­losen App. Jede App­-Erweiterung kostet uns Geld für Pro­grammierung und Recherche. Dies finanzieren wir aus Spen­den, denn die App muss kostenlos bleiben. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns auch bei der Weiterentwicklung.
 

Druck machen bei Herstellern und Politik:

Die EU-Chemi­ka­lienver­ordnung regelt seit rund 15 Jahren die Registrierung, Bewer­tung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Doch sie muss dringend überarbeitet werden. Derzeit dauert es im Durch­schnitt 13 Jahre, bis ein einziger Stoff reguliert wird! Aus der Gruppe der Ewigkeits­-Chemi­ka­lien sind bisher weniger als 20 der über 4.700 Einzel­substanzen gesetz­lich reguliert.
 
Als BUND machen wir Druck in Brüssel, aber auch auf nationaler Ebene. Denn Deutsch­land ist der größte Chemi­estand­ort der EU. Wir stehen be­sonders in der Pflicht, beim Schutz vor schädlichen Stoffen voran­zugehen. Es braucht einen kompletten Aus­stieg aus der Pro­duktion und Verwendung von PFAS.
 
Doch die Chemie­indus­trie ist mächtig. Erst vor wenigen Tagen wurde die so dringend nötige Reform der Chemikalien­verordnung ver­schoben auf Ende 2023. Daher müssen wir unsere Arbeit jetzt noch verstärken! Zusammen mit über 60 Orga­nisationen haben wir ein PFAS­-Manifest an die EU-Kommission aufgesetzt.

Unsere Arbeit ist nur mit Hilfe Ihrer Spende möglich!

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende – ob 70, 50 oder 120 Euro – bei der Finan­zierung un­serer Arbeit. Nur so bleiben wir unab­hängig – sowohl von Industrie und Wirtschaft als auch politisch. Mit Ihrer Hilfe sind wir auf vielfältige Weise gegen Schad­stoffe in der Umwelt aktiv: Wir machen Druck bei Her­stellern und Politik, bewerten geplante Gesetzes­entwürfe, for­mu­lieren wirk­samere Vor­schläge und begründen diese mit fundierten Fakten. Unter­nehmen müssen ver­pflich­tet werden, alle Inhalts­stoffe eines Produktes offen­zulegen. Und zwar schon auf der Ver­packung! Mit unseren Produkt­-Tests und unserem Fach­wissen gehen wir in die Öffent­lichkeit. Wir klären auf und drängen die Politik, einen nach­haltigen Umbau der Chemie­industrie anzugehen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

BUND-Spendenkonto

GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE43 4306 0967 8016 0847 00
BIC: GENODEM1GLS
Stichwort: Schluss mit Gift

Übrigens: Die Stiftung Waren­test empfiehlt den BUND als "beispiel­haft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft