Auwald-Projekt kurz vor dem Ziel

Dieses Gefühl kennen wir alle: Nach einem langen Projekt endlich auf der Zielgerade. Das Zielfähnchen winkt schon am Ende. Eine Hürde muss noch übersprungen werden. So ergeht es uns im Moment an der Elbe. Nach acht Jahren intensiver Planungen, Verhandlungen und Baumaßnahmen stehen wir kurz vor dem Projekt-Abschluss. Um das Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ erfolgreich abzuschließen, wollen wir im Bereich des „Kälberwerders“, im östlichen Vorland der Elbe, eine alte Elbeinsel bis zum Ende dieses Jahres wiederherstellen. Eine Insel, wie es sie dort zuletzt vor 120 Jahren gab. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung.

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Seeadler bei der Fischjagd; Foto: © Julius Kramer - Fotolia.com Seeadler bei der Fischjagd  (Julius Kramer / fotolia.com)

Viele unserer Flüsse bieten einen traurigen Anblick: an den Ufern kein urwüchsiges Dickicht, sondern Beton, Steine und hohe Deiche. Natürliche Überflutungsflächen gibt es kaum noch. Dabei bringen regelmäßige Überflutungen eine wahre Schatzkammer hervor – die Auenlandschaft: ein Mosaik aus Sandbänken, offenen Wiesen mit Tümpeln und dichtem Auwald. Das Nebeneinander von trockenen, feuchten und nassen Lebensräumen macht die Flussaue zu einem der artenreichsten Biotope unseres Landes.

Hohe Garbe Foto: Eulefilm  (Eulefilm)

Wir bringen den Auwald zurück: Auf der 400 Hektar großen Elbe- Halbinsel „Hohe Garbe“ haben wir in den letzten Jahren Flächen erworben und über 10.000 auentypische Bäume und Sträucher gepflanzt. Wir haben alte Flutrinnen ausgehoben, einen Deich geöffnet und Tümpel und Steilufer angelegt. Im März strömte die Elbe erstmals wieder in das Gebiet ein.

Finaaaale!

In den vergangenen Jahren konnten wir mit der großartigen Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender bedeutende Flächen erwerben, unzählige auentypische Bäume und Sträucher nachpflanzen, Tümpel für Amphibien, Steilufer für die seltene Uferschwalbe und Brutinseln für Kiebitze anlegen. Wir haben verlandete Flutrinnen ausgehoben, den alten Deich geöffnet und den Auwald wieder an die natürliche Flussdynamik angeschlossen. Das ist ein großartiges Ergebnis!

Nun stehen wir vor der letzten Hürde in diesem Projekt: Bis zum Ende des Jahres wollen wir eine alte Elbeinsel wiederherstellen: Zuletzt gab es das vor 120 Jahren. Unsere geplante Insel im Bereich des "Kälberwerders" im östlichen Vorland der Elbe, wird Schutz für zahlreiche Fischarten bieten. Denn sie verlangsamt die Strömung und schafft ideale Bedingungen für Laichablage und Brut der Unterwasserbewohner.

Wir müssen mit schwerem Gerät arbeiten: ein Nebengerinne soll ausgebaggert und mit großen Durchlässen an die Elbe angeschlossen werden. So kann das Wasser nahezu ganzjährig, bei Wasserständen deutlich unter Mittelwasser, hindurchströmen. Der zirka einen Kilometer lange Nebenarm wird durch seine ökologischen Eigenschaften noch einmal vielen Fischarten, gerade zur Laichzeit, geeigneten Lebensraum bieten.

Bitte unterstützen Sie unser aktuelles Auenschutz-Projekt...

- um Flächenkäufe zu ermöglichen und so zusätzliche Flutrinnen an die Elbe anbinden zu können - um das Nachpflanzen standorttypischer Gehölze wie Weiden und Schwarzpappeln zu ermöglichen

Video: Neues Leben für alten Auwald

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(zum Vergrößern Bilder anklicken)

Übrigens: Die Stiftung Warentest empfiehlt den BUND als "beispielhaft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft