Ihre Spende für die Mobilitätswende

Wir haben eines der dichtesten Straßennetze weltweit. Die Anzahl der PKW steigt und steigt. Wir alle leiden unter Schadstoffen und Verkehrslärm. Und es soll immer weiter so gehen. Über 1.300 neue Fernstraßenprojekte sind bis 2030 vorgesehen. Dafür werden Wälder und Moore zerstört. Wir sagen NEIN zu diesen Plänen und streiten für einen anderen Weg. Sind Sie dabei?

FÜR DIE MOBILITÄTSWENDE SPENDEN

Aktuelles Beispiel: A 20

Die Küstenautobahn ist eines der umwelt­schädlich­sten Straßenbaupro­jek­te der Bun­des­republik. Fast die gesamte Neu­bau­strecke soll durch unberührte und für den Natur- und Klimaschutz wichtige Moor- und Marschgebiete führen. Ein Desaster, gegen das wir Klage eingereicht haben. Und das mit Erfolg! Am 7. Juli stoppte das Bundesverwaltungsgericht die Planung zum ersten Bauabschnitt in Niedersachsen. Ein grandioser Teilerfolg! Doch ausruhen können wir uns nicht, da die Befürworter weiterhin versuchen werden, die A 20 zu bauen.

Wir machen uns stark für eine Zukunft statt Zement!

Der aktuelle Verkehrswegeplan ist weder mit dem Grundgesetz vereinbar noch mit dem Ziel, klimaneutral zu werden. Das zeigt ein vom BUND in Auftrag gegebenes Rechts-Gutachten. Werden diese Straßen tatsächlich wie geplant gebaut, überschreitet der Verkehrsbereich das im Klimaschutzgesetz festgelegte CO2-Limit. Auch für viele Tier- und Pflanzenarten könnte es der Todesstoß sein, die Landschaft weiter zu zerschneiden und zu versiegeln.

Warum Ihre Spende für die Mobilitätswende jetzt so wichtig ist

Ein besserer öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), sichere Fuß- und Radwege, Ausbau des Schienennetzes: es gibt längst Lösungen für umweltfreundliche Mobilität. Die Weichen dafür muss die Politik stellen. Derzeit ist die Chance auf eine Veränderung groß. Der Fernstraßen-Bedarfsplan ist auf dem Prüfstand: das ist die Möglichkeit, Projekte zu stoppen und den Klima- und Naturschutz stärker zu berücksichtigen. Daher engagiert sich der BUND gerade jetzt an vielen Stellen für die Mobilitätswende.

Dafür setzen wir Ihre Spende ein

Der BUND zeigt Wege auf: Wir erstellen fundierte fachliche Gutachten, Stellungnahmen und Studien. Klima- und Naturschutz müssen bei der Verkehrsplanung stärker berücksichtigt werden. Darüber sprechen wir mit Politiker*innen auf Ebene des Bundes, der Länder und der Kommunen und leisten Überzeugungsarbeit. Ihre Spende hilft uns, inhaltlich und personell stark zu bleiben.

Der BUND mischt sich ein und klärt auf: Die Sinnlosigkeit bisheriger Verkehrsplanung und unsere Alternativen müssen öffentlich bekannt werden. In unserer Publikation „Desaster im Dutzend“ stellen wir 12 besonders sinnlose und klimaschädliche Straßenbauprojekte vor. Zum Beispiel die A20, für die wertvolle Moore zerstört werden sollen. Oder die B10, die mitten durch das größte zusammenhängende Waldgebiet Westeuropas (das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen) führt und noch weiter ausgebaut werden soll. Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, solche wichtigen Publikationen zu erstellen und Proteste zu organisieren, bei denen wir Veränderung einfordern.

Der BUND ist und bleibt unabhängig: Wir lassen uns nicht sponsern, unser Logo gibt es nicht gegen Geld. Die private Unterstützung vieler Menschen ist unsere Existenzgrundlage. In der Verkehrspolitik konkurrieren wir mit den Denkschmieden mächtiger Autolobby-Verbände und Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf klimaschädlichem Verkehr basiert. In einer Zeit, in der es auch sicherheitspolitisch wichtig ist, unabhängig zu sein, garantieren Sie mit Ihrer Spende, dass wir dagegenhalten können. Jeder einzelne Betrag ist deshalb so viel wert.

Meine Spende für die mobilitätswende

Dafür macht sich der BUND in der Verkehrspolitik stark:

Alle Beiträge auf- oder zuklappen
Für einen sofortigen Stopp neuer Autobahnen und Bundesstraßen

Mehr Straßen führen auch zu mehr Verkehr. Aus diesem Teufels­kreis muss die deutsche Verkehrspolitik ausbrechen. Alle der­zei­tigen Pla­nungen gehören auf den Prüfstand. Stattdessen müssen bereits bestehende Straßen und Brücken saniert werden.

Für mehr Mobilität für alle Menschen

Wer wenig Geld hat, nutzt seltener das Flug­zeug und besitzt oft kein Auto. In den öffentlichen Verkehr zu investieren, statt Auto- und Flugverkehr zu subven­tionieren, bringt deshalb auch mehr soziale Gerechtigkeit. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen auch ohne eigenes Auto mobil sein können. Rad- und Fußwege müssen besser und sicherer werden! Bundesweit brauchen wir günstigere Tickets im Bahn-Fernverkehr sowie ein Nahverkehrsticket für einen Euro pro Tag.

Wir brauchen einen bundesweiten "Mobilitätsplan"

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 gehört in den Papierkorb! Er missachtet das Grund­gesetz wie auch die internationalen und nationalen Klimaziele. Damit ist er ein Spiegel der "Ver­kehrs­wachstums­politik" der letzten Jahrzehnte, die uns viele teure Fehlplanungen beschert hat. Deshalb brauchen wir eine bessere Verkehrspolitik mit einem bun­desweiten "Mobilitätsplan" im Zentrum, der alle Verkehrsträger integriert berücksichtigt.

Für eine Reform der Straßenverkehrsordnung

Oft scheitern Pro­jekte für besseren öffentlichen Verkehr sowie für mehr Rad- und Fußwege noch an ordnungsrechtlichen Blockaden. Daher müssen das Straßenver­kehrsge­setz und die Straßenver­kehrs­ordnung reformiert werden! Für Kommunen muss es leicht werden, klimafreundliche Konzepte wie Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit umzusetzen.

Für neue Prioritäten bei der Planung

Wenn der Bedarf für neue Straßen ermittelt wird, müssen Klima- und Natur­schutz berücksichtigt werden. In­vestitionen brauchen neue Prioritäten: Erhalt vor Neubau und Schienenaus­bau vor Straßenbau. Personen- und Güterverkehr müssen von der Straße auf die Schiene – in den nächsten 15 Jahren muss sich ihr Anteil verdoppeln. Der Ausbau des Schienennetzes ist auch wichtig, um den Flugverkehr zu reduzieren. Schon jetzt könnten mehr als die Hälfte aller Flüge innerhalb Deutschlands auf die Schiene verlagert werden, weil die Ziele in weniger als vier Stunden mit dem Zug erreichbar sind.

Für eine echte Beteiligung der Öffentlichkeit

Bislang war die Beteili­gung der Öffentlich­keit bei der Verkehrspla­nung nur eine Pseudo-Partizipation. Systematisch wurden in den letzten Jahrzehnten – auch gerichtliche – Kontrollmöglichkei­ten ausgehöhlt. Deshalb muss die Bundesregierung den Infrastrukturkonsens in Gang bringen, den sie im Koalitionsvertrag angekündigt hat. Bei diesem Dialog mit Verkehrs-, Umwelt-, Wirtschafts- und Ver­braucherschutz­ver­bän­den sind auch Projekte zu prüfen, die bereits umgesetzt werden. Besser spät das Richtige tun als nie.

Impressionen unserer Aktionen für die Verkehrswende

Übrigens: Die Stiftung Waren­test empfiehlt den BUND als "beispiel­haft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft