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Todesfalle Straße

Keine 25 Kilometer südlich von Berlin entfernt konnten wir erstmals eine Europäische Wildkatze in Brandenburg nachweisen. Ein Sensationsfund, denn bislang gab es im Nordosten Deutschlands keine eindeutigen Nachweise. So bedeutsam dieser Fund für den Wildkatzenschutz auch ist, überwiegt doch auch die Trauer bezüglich der Nachweis-Umstände: Das entdeckte Wildkatzenweibchen wurde überfahren an einer Straße gefunden. Ob es neben dem nun nachgewiesenen Tier weitere Wildkatzen in Brandenburg gibt, ist bislang noch unbekannt.

Es ist leider keine seltene Situation, dass Wildkatzen-Nachweise anhand von überfahrenen Tieren erfolgen. Denn: Der Straßentot ist die häufigste unnatürliche Todesursache für ausgewachsene Wildkatzen. Nur noch rund 5.000 bis 7.000 Tiere leben in Deutschland. Und wenn neu zugewanderte Samtpfoten überfahren werden, ist das ein besonders herber Verlust. Es ist vor allem die Zerschneidung der Lebensräume, die eine Verbreitung des wilden Mäusejägers in Deutschland verhindert.

  • Wir pflanzen grüne Korridore aus Bäumen und Büschen, die abgetrennte Waldgebiete wieder miteinander verbinden.
  • Wir schaffen Strukturreichtum in Wäldern und gestalten Waldränder neu, damit die Wildkatze wieder Versteckmöglichkeiten und mehr Nahrung findet.
  • Wir kämpfen dafür, dass Querungshilfen wie Grünbrücken oder Wildtunnel für große Straßen an sinnvollen Stellen geschaffen werden. So senken wir die Zahl der Unfälle.

Bitte unterstützen Sie uns dabei mit einer Spende, denn wir sind auf private Unterstützung angewiesen!

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Was wir tun

Wildkatze im Wald; Foto: T. Stephan Es ist nicht lange her, da lebten Wildkatzen fast überall in Europa. Heute sind sie von vielen Orten ihrer ursprünglichen Heimat verschwunden. (T. Stephan)  (T. Stephan)
Rettungsnetz_Wildkatze_Korridor_Pflanzung_in_Thueringen  (BUND)

Der BUND ist einer der großen Naturschutzverbände Deutschlands und politisch unabhängig. Wir setzen uns seit 15 Jahren für die Wildkatze ein: Gemeinsam mit hunderten von Freiwilligen, Bürgerinnen und Bürgern knüpfen wir an einem Rettungsnetz für die wilden Samtpfoten.

Sie können uns hierbei unterstützen: Ihre Spende ist ein lebenswichtiger Beitrag

  • Mit 25 Euro unterstützen Sie z.B. die ehrenamtliche Arbeit an den Lockstöcken.
  • Mit 50 Euro finanzieren Sie z.B. einen DNA-Test von Wildkatzenhaaren im Labor.
  • Mit 75 Euro helfen Sie uns z.B., Flächen für Wildkatzenkorridore zu kaufen.

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Die Wildkatze: Eine Raubkatze auf Samtpfoten

Wildkatze beobachtet. Foto: Thomas Stephan / BUND

Wildkatzen waren vor 100 Jahren in Deutschland fast ausgerottet, wenige Tiere überlebten unter anderem in der Eifel, im hessischen Bergland und im thüringischen Hainich. Von dort aus erobern sich die Tiere langsam ihre alten Lebensräume zurück. Heute kommt die Wildkatze wieder in weiten Teilen Mittel-, Südwest und Süddeutschlands vor. In ganz Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es dagegen auch heute noch keine Wildkatzennachweise. Wildkatzen sind keine verwilderten Hauskatzen, sondern Wildtiere und echte Ureinwohner Europas. Deutschland trägt laut Bundesamt für Naturschutz eine besondere Verantwortung für den Schutz der Wildkatze, da ein großer Teil ihres weltweiten Bestandes in Deutschland vorkommt – sie gehört damit zu den sogenannten "Verantwortungsarten".

Um sie zu schützen, knüpft der BUND seit 2004 sehr erfolgreich an einem Rettungsnetz für die Wildkatze. In Pilotprojekten zeigt er, wie ein Waldverbund funktioniert und dass davon neben der Wildkatze auch andere Artenprofitieren. Planerische Grundlage für die Entwicklung von Wildkatzenkorridoren ist der Wildkatzenwegeplan. In mittlerweile fast 30 Projektregionen hat der BUND Wildkatzenkorridore entwickelt. Die Erfolge dieser Arbeit brachte ein groß angelegtes Monitoring zu Tage: Die Wildkatze ist wieder auf dem Vormarsch. Dies zeigt die aktuelle Verbreitungskarte.

Ihre Ansprechpartnerin

Christiane Bohn

Christiane Bohn

Leitung Team Naturschutzgroßprojekte
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Übrigens: Die Stiftung Warentest empfiehlt den BUND als "beispielhaft, transparent und gut organisiert". (Test 11/2013)

Initiative Transparente Zivilgesellschaft