Demo "Solidarischer Herbst"

Der 22. Oktober war ein großer und emotionaler Tag. 24.000 Menschen sind deutschlandweit auf die Straße gegangen, um mit uns für eine sozialgerechte und nachhaltige Zukunft zu kämpfen. Großdemos wie diese zeigen, was wir gemeinsam alles erreichen können. Danke an alle!

Mit neuer Energie raus aus der Krise!

 (Jörg Farys)

Die Demonstrationen zeigen, dass viele Menschen sich in der Krise nicht spalten lassen und sich eine sozial-ökologische Wende wünschen. Dazu gehören zielgerichtete Entlastungen für jene, die Unterstützung brauchen, eine Gesamtstrategie für eine nachhaltige, bezahlbare Grundversorgung sowie massive Investitionen in den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien. Für eine solidarische Politik muss Reichtum außerdem angemessen belastet und Vermögende zur Solidarität verpflichtet werden. Angesichts der Krisen dieser Zeit liegt die Lösung in einem starken Miteinander - für neue Zuversicht und eine sozial gerechte, ökologische und lebenswerte Zukunft.

Wir bedanken uns für Ihre Teilnahme!

In sechs Städten waren wir vor Ort!

Berlin

6.000 Teilnehmer*innen

Dresden

2.000 Teilnehmer*innen

Hannover

2.000 Teilnehmer*innen

Stuttgart

4.000 Teilnehmer*innen

Gemeinsam statt gespalten

Wir wollen im richtigen Moment ein Zeichen setzen. Wie so oft in den letzten Jahren, muss die Straße zeigen, wie wichtig eine langfristige Zukunft für uns ist. Wir standen am 22.10.2022 ein für Umwelt und für eine geeinte Gesellschaft – denn beides brauchen wir zum Leben auf dieser Erde.

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Unsere Forderungen

Soziale Sicherheit schaffen und fossile Abhängigkeiten beenden!

  • zielgerichtete Entlastungen für jene, die Unterstützung dringend brauchen: 
    einen Mietenstopp, ein höheres Bürgergeld, eine 500-Euro-Brutto-Soforthilfe, eine bezahlbare Nachfolge für das 9-Euro-Ticket und einen Schutzschirm für die Daseinsvorsorge - von Stadtwerken und Schulen bis zu Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen.
  • eine Gesamtstrategie für eine nachhaltige, bezahlbare Grundversorgung:
    Energie, Mobilität, Ernährung und Wohnen sowie soziale und kulturelle Teilhabe muss für alle bezahlbar sein.
  • massive Investitionen, um uns für die Zukunft krisenfest zu machen: 
    einen Schub für den naturverträglichen Ausbau Erneuerbarer Energien, dauerhafte Energieeinsparungen und Gebäudesanierung, groß angelegter Ausbau klimafreundlicher Infrastruktur wie dem öffentlichen Nahverkehr und die Förderung der Ökologisierung der Landwirtschaft.
Bündnisaufruf

In diesem Herbst treffen uns die Folgen von Putins Angriffskrieg mit voller Wucht: Viele von uns wissen nicht, wie sie Gas- und Stromrechnung bezahlen sollen. Etliche haben sogar Angst, ihre Wohnung zu verlieren und vom gesellschaftlichen Leben weiter ausgeschlossen zu werden - weil alles teurer wird, Löhne und Transferleistungen reichen nicht mehr aus. In dieser Krise stehen wir solidarisch an der Seite der Ukraine. Doch wir brauchen jetzt auch eine solidarische Politik bei uns, die gleichzeitig die Weichen stellt, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu beenden.

Für Millionen Menschen braucht es in dieser Krise verlässliche Entlastungen, Unterstützung und Sicherheit, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Gleichzeitig drohen die langfristigen Klima- und Umweltkrisen ins Hintertreffen zu geraten. Wir können es uns nicht leisten, Investitionen aufzuschieben, die uns endlich unabhängig machen von fossilen Energien und unsere bedrohten Lebensgrundlagen schützen - vom Klima bis zur Artenvielfalt. Die Regierung darf diese Aufgaben nicht gegeneinander ausspielen. Sie muss beides anpacken, damit wir alle sicher durch diese Krise kommen.

Solidarische Politik heißt auch: Um diese Anstrengungen zu finanzieren, müssen all jene beitragen, die es sich leisten können. Wie schon in der Corona-Pandemie sind die Vermögen der Reichsten noch gewachsen, viele Konzerne und Banken fahren gewaltige Übergewinne ein. Die Ampel muss Vermögende und Krisengewinner zur Solidarität verpflichten und endlich angemessen belasten - damit der Staat gezielt entlasten und in unsere Zukunft investieren kann. 

Ob es in diesem Winter gelingt, unsere Gesellschaft vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren und gleichzeitig die klimapolitischen Weichen zu stellen - das hängt entscheidend davon ab, wie viel Solidarität die Ampel einzufordern bereit ist. Sie hat es in der Hand, wie dieser Winter wird: Einer der Verzweiflung und Wut. Oder einer mit neuer Zuversicht für eine gerechtere, ökologische und lebenswerte Zukunft. 

Positionierung

Die Organisatoren unterstreichen, dass sie sich gegen jegliche Bestrebungen wenden, Betroffene von Krieg und Krisen gegeneinander auszuspielen. Nationalistische, rassistische oder verschwörungsideologische Äußerungen sowie Verharmlosung von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine werden auf den Veranstaltungen des Bündnisses konsequent unterbunden.

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