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Kommentar zur UN-Biodiversitätskonferenz: Stopp des Artensterbens erfordert deutlich mehr Anstrengungen

16. November 2018

Zur 14. Weltbiodiversitätskonferenz im ägyptischen Sharm El-Sheikh erklärte Silvia Bender, Abteilungsleiterin Biodiversität beim BUND:

Silvia Bender, Abteilungsleiterin Biodiversität beim BUND

"Der rasante Verlust von Arten und Lebensräumen weltweit ist erschreckend. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass das von der Staatengemeinschaft vor zehn Jahren formulierte Ziel, das Schwinden der biologischen Vielfalt bis 2020 zu stoppen, kaum noch zu erreichen ist. Zu gering ist bislang der politische Wille. Deutlich mehr Anstrengungen sind dringend erforderlich.

Die Berichte des Weltbiodiversitätsrates zeigen deutlich, wie schlecht es weltweit um Wälder, Agrarlandschaften oder Meere steht. Und es sind längst nicht mehr nur die großen und exotischen Tiere wie Nashorn, Tiger oder Gorilla, die vom Aussterben bedroht sind. So setzt die global intensivierte Landwirtschaft selbst kleinste Arten massiv unter Druck – allen voran die Insekten.

Wir fordern die Bundesregierung auf, sich bei den Verhandlungen der Staatengemeinschaft über den Schutz der Biodiversität nach 2020 für ambitionierte Ziele einzusetzen. Auf keinen Fall sollte die Latte aus Bequemlichkeit tiefer gehängt werden, wenn es darum geht, den Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen. Im Gegenteil: Die Staatengemeinschaft sollte auf den bisherigen Zielen zum Erhalt der biologischen Vielfalt aufbauen, diese ausweiten und ihre Umsetzung konsequent vorantreiben.

Besonders der Agrarsektor muss endlich umschwenken: Monokulturen, der massive Einsatz von Pestiziden und Überdüngung müssen ein Ende haben. Umweltschädliche Subventionen wie in der Agrarpolitik, in der Fischerei und im Verkehr müssen gestoppt werden. Der Schutz der biologischen Vielfalt muss Einzug halten in alle Sektoren der Politik – einschließlich Wirtschaft, Finanzen und Ausbau der Infrastruktur."

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