Kommentar: Nur ein Klimaschutz-Sofortprogramm kann es noch richten – Deutschland droht massiver CO2-Anstieg

16. August 2021

Zur Agora-Klimabilanz-Studie, wonach Deutschland in diesem Jahr seine Klimaziele massiv zu verfehlen droht, erklärt Antje von Broock, Geschäftsführerin beim BUND:

Antje von Broock, Geschäftsführerin beim BUND  (Foto: Simone Neumann)

"Deutschland ist noch lange nicht auf Klimaschutz-Kurs. Im Gegenteil: Nach dem Corona-bedingten Rückgang der Emissionen wird der Ausstoß an Treibhausgasen 2021 voraussichtlich sogar steigen. Einer Studie der Agora Energiewende zufolge ist mit dem größten CO2-Emissionsanstieg seit 1990 zu rechnen. 

Der amtierenden Regierung ist nicht gelungen, durch wirksame Maßnahmen diesen Trend zu verhindern. Stattdessen haben das Wirtschaftsministerium und die unionsgeführten Bundesländer wie Bayern und Nordrhein-Westfalen den Ausbau der Erneuerbaren Energien systematisch ausgebremst. Dadurch haben wir viel Zeit verloren. Das lässt sich nur durch ein Klimaschutzsofortprogramm korrigieren. Ziel muss sein, den Ausbau der Erneuerbaren deutlich zu beschleunigen und den Kohleausstieg auf 2030 vorzuziehen. Ob das gelingen kann, wird bei der Bundestagswahl im September entschieden. Deutschland steht vor der Herkulesaufgabe, nach der Wahl beim Klimaschutz schnell und sozialverträglich umzusteuern."

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  • Kontakt: Thorben Becker, Leiter Kohlepolitik, Tel. (030) 2 75 86-421, Mobil: 01 73 / 6 07 15 03, thorben.becker(at)bund.net sowie BUND-Pressestelle (Daniel Jahn / Judith Freund / Heye Jensen), Tel. (030) 2 75 86-425 / -531 / -497 / -464, presse(at)bund.net

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