Kommentar: G7 in der Verantwortung – Für Klima, Mensch und Umwelt

24. Mai 2022

Vom 25. bis 27. Mai treffen sich die G7-Umwelt- Klima- und Energieminister*innen, um über weitere Maßnahmen zur Klima- und Biodiversitätskrise zu beraten. Es ist ein entscheidendes Treffen vor dem G7-Gipfeltreffen Ende Juni. Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, kommentiert:

BUND-Vorsitzender Olaf Bandt  (Simone Neumann)

"Herrschende Krisen verschärfen sich mehr und mehr, CO2-Emissionen sind auf Rekordhoch, währenddessen die fossile Industriewirtschaft weiterhin Milliardenumsätze macht. Die G7-Staaten sind nicht nur moralisch verpflichtet, dem ein Ende zu setzen, sondern müssen auch den Tatsachen ins Auge blicken. Uns rinnt die Zeit durch die Finger. Klimakrise, Artensterben, Ressourcenverbrauch – unser Planet ist krank und braucht jetzt Hilfe.

Die G7-Staaten müssen ihrer historischen Verantwortung als Verursacher der Klimakrise nachkommen und ihre Klimaanstrengungen ganz deutlich auf einen 1,5-Grad-Pfad bringen. Nur dann können die Folgen der tödlichen Klimakrise gedämmt werden. Die Minister*innen müssen sich klar und deutlich dazu bekennen, das Ende der Ära der Fossilen einzuläuten und gleichzeitig bereit sein, den Energieverbrauch stark zu senken. Dem Ende für Öl, Kohle, Gas und Atom steht nichts mehr im Wege. Schädliche Subventionen müssen enden.

Die G7 sind diejenigen, die Verantwortung übernehmen müssen – für die Klimakrise, aber auch für die Menschen, die am stärksten von den Folgen der Klimakrise betroffen sind. Es braucht eine Unterstützung, dass sie jetzt und auch in Zukunft ein Leben in Würde führen können. Sei es durch angepasste Klimafinanzierung oder anderweitige Unterstützung, die den Menschen zugutekommt und nicht der Industrie. 

Der G7-Gipfel in Deutschland muss die verbindliche Zertifizierung grünen Wasserstoffs auf den Weg bringen. Grüner Wasserstoff ist dann nachhaltig, wenn die Umwelt und die Menschen vor Ort profitieren. Wir fordern die deutsche G7-Präsidentschaft auf, den kommenden Gipfel zur Einrichtung einer 'Task Force Wasserstoff' zu nutzen. Es braucht einen nachhaltigen Handel mit grünem Wasserstoff, beispielsweise im Rahmen von OECD oder IRENA. Nachhaltigkeitskriterien müssen jetzt spezifiziert, vereinheitlicht und vorangebracht werden, ansonsten droht ein Wildwuchs zu Lasten von Menschen, Umwelt und Natur."

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