Kommentar: Finnland kann deutschen Fehlstart beim Kohleausstieg verhindern

19. Februar 2020

Anlässlich des Besuchs der Finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin erklärt Antje von Broock, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND:

Antje von Broock, Geschäftsführerin Politik und Kommunikation beim BUND.  (Simone Neumann)

"Den Kohleausstieg auf den Weg bringen und gleichzeitig mit Datteln 4 ein neues Steinkohlekraftwerk ans Netz nehmen – die Absurdität der deutschen Energiepolitik ist nicht mehr zu überbieten. Die Inbetriebnahme von Datteln 4 widerspricht den Pariser Klimazielen und ist ein falsches Signal für eine kohlefreie Zukunft. 

Meint es die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin mit dem Klimaschutz ernst, muss sie die Inbetriebnahme von Datteln 4 durch den zukünftigen Mehrheitseigner, dem staatseigenen Energiekonzern Fortum, verhindern. Die Zukunft der Energiepolitik liegt weder in Finnland noch in Deutschland in der Kohle. Es geht dabei auch um ihre eigene Glaubwürdigkeit: Mit einem neuen 'finnischen' Kraftwerk in Deutschland würde Finnlands Regierung ihre eigene Landespolitik und den finnischen Kohleausstieg 2029 konterkarieren."

Mehr Informationen 

  • Aktivist*innen des BUND demonstrieren heute um 11:30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt gemeinsam mit Fridays For Future gegen die Inbetriebnahme von Datteln 4. Thorben Becker, Leitung BUND-Kampagnen (mobil: 01 73-6 07 15 03) ist vor Ort und steht für Einschätzungen und Interviews zur Verfügung.
  • DIW-Studie "Klimaschutz statt Kohleschmutz: Woran es beim Kohleausstieg hakt und was zu tun ist“
  • BUND-Online-Aktion "Raus aus der Steinzeit – Nein zu Datteln 4!“
  • Pressekontakt: Juliane Dickel, Leitung Atom- und Energiepolitik, BUND-Expertin für Energiepolitik, Tel.: (030) 2 75 86-562, juliane.dickel(at)bund.net sowie BUND-Pressestelle (Sigrid Wolff / Daniel Jahn / Judith Freund / Heye Jensen), Tel.: (030) 2 75 86-425/-531/-497/-46, pressebund.net

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