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Eröffnung des BUND-Auenreichs auf Burg Lenzen/Elbe am 6. Mai 2018

06. Mai 2018 | Flüsse & Gewässer, Grünes Band

Lenzen/Elbe: Von der Baumhängebrücke Vögel beobachten, am Wasserspieltisch Deiche bauen oder auf dem Forscherfloß Bachflohkrebs und Wasserskorpion ins Auge schauen: Auf Burg Lenzen an der Elbe hat der BUND heute das neue "Auenreich" eröffnet. Das Naturerlebnis-Gelände im denkmalgeschützten Burg-Park lädt an sechs Stationen ein, naturnahe Auen spielerisch zu entdecken und mit allen Sinnen zu erleben.

"Intakte Auen sind die artenreichsten Lebensräume Mitteleuropas", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger bei der Eröffnung. "Und sie haben einen großen Nutzen für die Gesellschaft. Sie schützen vor Hochwasser, filtern Nähr- und Schadstoffe aus dem Wasser und speichern große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids." Weiterhin seien sie ein wunderbarer Ort, um sich zu erholen, wovon auch der Tourismus profitiere. "Diese Vielfalt können Besucher des Auenreiches hier im wahrsten Sinne des Wortes begreifen", so Weiger weiter.

Entstanden ist das neue Auenreich in dem Projekt "Lebendige Auen für die Elbe", das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert wird. Ziel dieses Projekts im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe ist, einen alten Auwald zu beleben, neuen entstehen zu lassen und so Lebensraum für Seeadler, Fischotter und Schwarzstorch zu schaffen. Naturnahe Auen zählen zu den seltensten Lebensräumen Mitteleuropas. An den Flüssen in Deutschland bedecken sie nur noch drei Prozent ihrer ursprünglichen Fläche. Vor allem die ehemals weit verbreiteten Hartholzauwälder sind nur noch selten zu finden – auch an der Elbe.

Ein weiteres wichtiges Ziel des vom BUND-Auenzentrum durchgeführten Projektes ist, Bewusstsein für den Wert naturnaher Auen zu schaffen. "Der Mensch schützt nur, was er kennt", sagte Alfred Herberg, Fachbereichsleiter Schutz, Entwicklung und nachhaltige Nutzung von Natur und Landschaft im BfN. "Daher ist das Auenreich so wichtig. Denn Jung und Alt lernen hier auf spielerische und anschauliche Weise den Lebensraum naturnahe Flussaue kennen und schätzen." So könnten sie ihre Umgebung künftig mit anderen Augen wahrnehmen und sich aktiv für den Erhalt der Artenvielfalt einsetzen. Dies sei auch Ziel des Bundesprogramms Biologische Vielfalt, in dem das Projekt gefördert wird.

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