Ein schwarzer Tag für den Klimaschutz. Auch deutsche Parlamentarier blockieren Reform des EU-Emissionshandels

16. April 2013 | Klimawandel, Energiewende, Kohle

Berlin/Straßburg/Brüssel: Die Ablehnung des sogenannten "backloading"-Vorschlags zur Reform des CO2-Zertifikatehandels durch das Europäische Parlament kommentiert Tina Löffelsend, Klimaexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

"Europa hat beim Klimaschutz versagt. Die dringend erforderliche Reform des CO2-Zertifikatehandels ist vorerst gescheitert. Deutschland trägt große Mitschuld an diesem Desaster. Es ist Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der sich gegen die Reform des Emissionshandels stemmt. Die Untätigkeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ebenfalls verantwortlich dafür, dass ein wichtiges europäisches Klimaschutzinstrument an die Wand gefahren wird."

Werde der Emissionshandel nicht reformiert, sei er überflüssig, sagte Löffelsend. Auch deshalb müssten die nationalen Regierungen jetzt zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um beim Klimaschutz voranzukommen. "Die Bundesregierung muss bei Industrie und Energieerzeugung mehr Klimaschutz durchsetzen. Und sie muss die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen sicher stellen. Denn auf Einnahmen aus dem Emissionshandel kann sie sich nicht mehr verlassen", so Löffelsend.

Pressekontakt

  • Pressekontakt: Tina Löffelsend, BUND-Energieexpertin, Tel. (0 30) 2 75 86-433 bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. (0 30) 2 75 86-425/-489, presse(at)bund.net

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