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Absprache-Kartell der Autohersteller erfordert Sofortmaßnahmen der Bundesregierung

23. Juli 2017 | Mobilität

Berlin: Vor dem Hintergrund der Enthüllungen des Magazins "Der Spiegel" bezüglich eines mutmaßlichen Absprachekartells der Autohersteller BMW, Daimler, Ford, Porsche und Volkswagen forderte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) politische Konsequenzen.

Der BUND-Verkehrsexperte Werner Reh sagte: "Die Autohersteller überschreiten bei den meisten Euro-6-Diesel-Neuwagen die gesetzlichen Grenzwerte für gesundheitsschädliche Stickoxide und haben diesen Gesetzesbruch anscheinend sogar gemeinschaftlich geplant. Damit hätten die Autohersteller fahrlässige Körperverletzung begangen. Mit ihren Absprachen, einen viel zu kleinen Tank zur Einspritzung von 'Ad Blue' einzubauen, nahmen die Hersteller Gesundheitsschäden bei Millionen von Stadtbewohnern und massive Umweltbelastungen in Kauf. Um etwa 80 Euro pro Fahrzeug zu sparen oder für den Komfort langer Wartungsintervalle wurde gelogen und betrogen. Den öffentlichen Bekundungen der Konzernvorstände und des Verbandes der Automobilindustrie ist nicht zu trauen."

Von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks forderte der BUND, gegen den bislang in Sachen Diesel-Abgasskandal weitestgehend untätigen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt drei Sofortmaßnahmen durchzusetzen.

  • ein sofortiges Verkaufsverbot für alle Pkw, welche die EU-Grenzwerte auf der Straße nicht einhalten, bis zu deren gesetzeskonformer Nachrüstung (dazu ist eine Klage des BUND anhängig)
  • wirksame Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen bis Ende 2017 durch Einbau von Katalysatoren auf Kosten der Hersteller oder – sofern technisch nicht möglich – Umtauschrechte für Dieselfahrzeug-Besitzer auf Kosten der Hersteller gegen gleichwertige gesetzeskonforme Modelle
  • Abschaffung der Dieselkraftstoff-Subventionen für Pkw und Investition der eingesparten Mittel in den Ausbau der Bahn und des öffentlichen Nahverkehrs.

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