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Die Goitzsche: von der Tagebaulandschaft zum Naturrefugium

In der Goitzsche bei Bitterfeld – einer ursprünglich idyllischen Auwaldlandschaft am Muldelauf – wurde fast ein ganzes Jahrhundert Braunkohle abgebaut. Nach der Wiedervereinigung war der Abbau jedoch nicht mehr profitabel und die Tagebaue wurden stillgelegt. Zurück blieb eine 62 Quadratkilometer große Mondlandschaft. Der BUND hat durch Flächenkäufe in der Goitzsche heute eine Wildnis geschaffen, auf der sich die Natur ungehindert entfalten kann.

Die Goitzsche: ungestörter Lebensraum für Tiere und Pflanzen; Foto: Falko Heidecke Die Goitzsche: ungestörter Lebensraum für Tiere und Pflanzen.  (Falko Heidecke)

Bereits im Jahr 2000 hatte der BUND erkannt, dass aus dieser "vernutzten" Landschaft mittelfristig ein Kleinod entstehen würde, wenn man der Natur freien Lauf lässt. Deshalb begann der BUND, mit Spendengeldern Flächen in der Goitzsche zu kaufen. Auf diesen Flächen darf sich die Natur ungehindert entfalten.

Die Goitzsche ist längst keine Mondlandschaft mehr, vielmehr hat die Natur ihr Territorium Stück für Stück zurückerobert. Für viele Pflanzen und Tiere ist die Goitzsche inzwischen zu einem idealen Refugium geworden: In den Abbaugruben sind kristallklare Seen mit einer reichen Tierwelt entstanden. Auf den einstigen Halden gedeihen Sandtrockenrasen und lichte Birkenwälder. Eine Wildnis mitten in Deutschland. Sogar Fisch- und Seeadlerpärchen haben hier ihre Horste, Kraniche sind ebenso heimisch wie Biber und Fischotter. In den entstandenen Wäldern tummeln sich Spechte und Waldschnepfen – und auch der Wiedehopf ist heimgekehrt.

Impressionen aus der Goitzsche (zum Vergrößern Bild anklicken)

Heute wacht die BUNDstiftung mit dem BUND vor Ort darüber, dass sich die Wildnis ungestört entwickeln kann. Um die Goitzsche weiterhin als Naturrefugium zu bewahren, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen:

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Magnus J.K. Wessel

Leiter Naturschutzpolitik und -koordination
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