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Luftverkehr: Subventioniert zulasten des Klimas

Heute schon ist der Flugverkehr weltweit für fünf Prozent der globalen Erwärmung verantwortlich, wenn man neben CO2 (Kohlendioxid) auch die besonders umweltschädlichen Abgasemissionen in hohen Luftschichten einbezieht.

Flugzeug über den Wolken. Foto: gustavmelin0 / CC0 1.0 / pixabay.com Fliegen ist die energieintensivste Art der Mobilität.  (gustavmelin0 / pixabay.com)

Gleichzeitig nehmen die Passagierzahlen im internationalen Flugverkehr um vier bis fünf Prozent jedes Jahr zu. Effizienzverbesserungen durch neue Flugzeuge betragen hingegen etwa 1,5 Prozent pro Jahr.

Dieses Wachstum ist subventionsgetrieben. Mit zehn Milliarden Euro pro Jahr wird der Luftver­kehrs­sek­tor in Deutschland subventioniert, indem Kerosin von der Energiesteuer und interna­tiona­le Flüge von der Mehrwertsteuer befreit werden. Hinzu kommt, dass viele Flughäfen ohne Steuergelder der Länder und Kommunen längst pleite wären und die meisten Billigflieger nicht fliegen würden. Die Luftverkehrssteuer seit 2011 war ein erster Schritt zum Subventionsabbau.

Dennoch hat die Politik bisher versagt: Drei Flughafenkonzepte blieben ohne Wirkung. Sie hatten die Ausbauwünsche des Sektors zusammengefasst, Umweltverbände wurden nicht beteiligt. Das soll jetzt anders werden beim Luftverkehrskonzept: Der BUND hat seine Vorschläge eingereicht, um den Luftverkehr in die Klimaschutzziele der Bundesregierung und eine Gesamtverkehrsstrategie einzubinden, Kurzstreckenflügen auf die Schiene zu verlagern, ein Flughafensystem in Deutschland zu entwickeln und den Fluglärm zu mindern.

Denn auch beim Fluglärm gibt es zu wenig Fortschritte. Über 20 Prozent der Bevölkerung fühlt sich durch Fluglärm belästigt. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat schon im März 2014 die Defizite des Lärmschutzes und der Planung von Flugrouten schonungslos aufgezeigt.

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