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Alternativen für Bayern

Karte: Fernstraßenplanung und Alternativanmeldungen in Bayern Fernstraßenplanung und Alternativanmeldungen in Bayern  (BUND)

Aus Bayern kommt die umfassendste Pro­jekt­liste nach Berlin: 398 Teilprojekte wünscht sich der Freistaat. Kosten: 17 Milliarden Euro. Im Verhältnis zu manch anderem Bundesland wurde einigermaßen transparent vorgegangen; einen tatsächlichen Dialog gab es jedoch nicht. Bei manchen umstrittenen Projekten wird der Widerstand der Bevölkerung bei Planern und Politik zumindest wahrgenommen. Anzeichen eines Umdenkens sind aber noch nicht ersichtlich.

Zu neun Projekten in Bayern hat der BUND Alternativen zur Prüfung vorgelegt.


Projekte und BUND-Alternativen

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A7: Ausbau Ulm-Memmingen

Offizielle Planung: sechsspuriger Ausbau der A 7 zwischen Ulm und Memmingen

BUND-Alternative: Erweiterung der parallelen Illertalbahn zwischen Ulm und Kempten auf zwei Gleise. Ebenso sollte eine Elektrifizierung dieser Strecke in Betracht gezogen werden. Zusätzlich ist eine temporäre Freigabe der Standstreifen mit Hilfe von Wechselverkehrszeichen und Geschwindigkeitsbegrenzung möglich.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • geringere Verspätungsanfälligkeit der zunehmend belasteten Strecke erhöht die Attraktivität der Illertalbahn, dadurch größeres Verlagerungspotential
  • erheblich geringere Trennwirkung der Autobahn
  • flexibles Reagieren auf Spitzenbelastungen möglich

BUND-Anmeldung A7 für den Bundesverkehrswegeplan

A8: Ausbau Rosenheim-Salzburg

Offizielle Planung: 6-streifiger Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall

BUND-Alternative: Ausbau der A 8 auf 65 km auf 4 Fahrspuren mit 2 durchgehenden Standstreifen (Breite 28m), die mit Hilfe von  Wechselverkehrszeichen temporär als Fahrstreifen genutzt werden können. Die Geschwindigkeit ist auf maximal 120 km/h zu begrenzen.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • Beibehaltung der Trassierung, geringere Eingriffe in die Landschaft
  • Lärmschutz weniger aufwendig als bei 6 Spuren, zudem besserer Lärmschutz und weniger Schadstoffe für angrenzende Orte durch Geschwindigkeitsbegrenzung
  • bedarfsgerecht (nur an wenigen Tagen im Jahr wird die Verkehrsbelastung für 4 Fahrspuren überschritten)
  • weniger Flächenverbrauch, dadurch auch weniger Bedarf an Ausgleichs- oder Ersatzflächen
  • Kostenersparnis von über 20 Prozent

BUND-Anmeldung A8 für den Bundesverkehrswegeplan

B15: Landshut-Rosenheim

Offizielle Planung: 4-streifiger Neubau zwischen Landshut und Rosenheim

BUND-Alternative: verkehrslenkende Maßnahmen sowie die Einzelfallprüfung von Ortsumfahrungen bei der bestehenden B 15 und innerörtliche Maßnahmen in Landshut. Zudem verweist der BUND auf den Ausbau der parallelen A 9 und A 99.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • Vermeidung großräumiger Flächenzerschneidung
  • Verkehrsberuhigung von Landshut und einzelner Orte wird gewährleistet
  • erhebliche Kostenersparnis

BUND-Anmeldung B15n für den Bundesverkehrswegeplan

B21: OU Bad Reichenhall

Offizielle Planung: Neubau der B 21 Ortsumgehung Bad Reichenhall mit Kirchholz- und Stadtbergtunnel

BUND-Alternative: bestandsorientierter Ausbau der bisherigen Bundesstraße B 20/21 vom Gablerknoten bis zum Festplatz Bad Reichenhall, und von dort den Neubau zur B 20 an. Flankierend meldet der BUND Maßnahmen zur Umgestaltung und zum Umbau von Straßen in der Ortslage an.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • Die BUND-Maßnahmen wären mit circa 32 Millionen Euro erheblich kostengünstiger als die offizielle Maßnahme mit 163 Millionen Euro
  • Die verkehrstechnische Ziele werden ebenso erreicht, dazu Lärmentlastung der Anwohner durch begleitende Schallschutzmaßnahmen
  • keine Beeinträchtigung von Landschaftsschutzgebieten, Natura 2000 Flächen und Schutzwald wie im offiziellen Projekt

BUND-Anmeldung B21 für den Bundesverkehrswegeplan

B25: OU Dinkelsbühl

Offizielle Planung: B 25 Ortsumfahrung Dinkelsbühl (Ostumfahrung)

BUND-Alternative: Prüfung von Maßnahmen gegen den (momentanen) Mautausweichverkehr. Zudem eine konsequente Geschwindigkeitsüberprüfung. Gegebenenfalls ist eine Absenkung und Einhausung einer Trasse entlang der Bahnlinie zu prüfen.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • angemessene Maßnahmen: aktuelle Verkehrsbelastung (4.800 Kfz/Tag) rechtfertigt die geplante Ostumfahrung nicht
  • städtischer Ziel- und Quellverkehr wird integriert
  • keine zusätzlichen Gebiete mit Lärmbelastung und Zerschneidung
  • bisherige betroffene Gebiete werden entlastet
  • Naherholungsgebiet wird nicht von der Stadt abgeschnitten

BUND-Anmeldung B25 für den Bundesverkehrswegeplan

B26: Westtangente Würzburg

Offizielle Planung: 4-streifige Neubau der B 26 (Westtangente Würzburg)

BUND-Alternative: Ausbau der Werntalbahn das bestehende Autobahnnetz (A 7 und A 3) sowohl aus regionaler als auch aus überregionaler Sicht als ausreichend.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • keine Neuzerschneidung bisher unzerschnittener Räume
  • Erreichbarkeit des Oberzentrums Schweinfurt aus Richtung Karlstadt wird verbessert
  • kein zusätzlicher Lärm in Karlstadt (lange Brücke bei der geplanten B26n oberhalb von Karlstadt)
  • kein Eingriff in das Landschaftsbild durch die lange und hohe Brücke
  • kein Neuverkehr durch die B 26. Durch die offizielle Planung zur B 26 würde Würzburg nicht spürbar entlastet
  • gutes Verlagerungspotential auf die Schiene und dadurch mögliche Entlastungswirkung für Arnstein

BUND-Anmeldung B26n für den Bundesverkehrswegeplan

B173: Lichtenfels-Kronach

Offizielle Planung: 4-streifiger Neubau der B 173 zwischen Lichtenfels und Johannisthal (Kronach)

BUND-Alternative: Troglösung für Küps (zweispurig) und die Variante Mitte (maximal dreispurig) bei Michelau-Zettitz.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • bedarfsgerechter Ausbau:  Verkehrszahlen in der Region sind rückläufig (aktuell 11.844 Kfz/Tag, Zwei- bzw. Dreispurigkeit bis 20.000 Kfz/Tag völlig ausreichend).
  • weniger Lärm für Wohngebiete zwischen Hochstadt und Wolfsloch
  • Attraktivität für überregionalen Transitverkehr wird nicht erhöht. Seit dem Ausbau der B 303 zwischen Sonnefeld und Theisenort und seit der Eröffnung der A 73 hat sich der KFZ-Verkehr von der B 173 zwischen Lichtenfels und Küps wegverlagert. Erneuter Ausbau würde Transit wieder zurückverlagern.

BUND-Anmeldung B 173 für den Bundesverkehrswegeplan

B388: Nordtangente Passau

Offizielle Planung: Neubau der B 388 bei Passau (Nordtangente)

BUND-Alternative: Verbesserte Ausschilderung der bestehenden zehn Kilometer nördlich von Passau liegenden teilweise dreispurigen Kreisstraße 93 und der ausgebauten B 85. Zusätzlich soll ein Transitverbot für den überregionalen Schwerverkehr durch Passau eingerichtet und dieser über die o.g. Straßen gelenkt werden. Dazu bedarf es eines stadtverträglichen Umbaus der Ortsdurchfahrt.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • Passauer Naherholungsgebiet wird nicht zerstört: "Schutzgut Mensch" schneidet beim Neubau der Nordtangente besonders schlecht ab.
  • Fahrzeuge, die nicht direkt nach Passau wollen, können die Stadt kreuzungsfrei umfahren (nur 7 Prozent Durchgangsverkehrsanteil).
  • keine Beeinträchtigung der Landschaft und von FFH-Gebieten
  • höhere Akzeptanz vor Ort im Gegensatz zur nicht gewollten Nordtangente (Stadtrat lehnt das Projekt ab)

BUND-Anmeldung B388 für den Bundesverkehrswegeplan

B470: OU Forchheim

Offizielle Planung: B 470 Ortsumfahrung Forchheim

BUND-Alternative: Weiträumige Lenkung des Schwerlastverkehrs. Ebenso Maßnahmen gegen den Mautausweichverkehr.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • vorhandene Straßen werden genutzt
  • FFH-Gebiete werden geschont
  • Nach den im Koalitionsvertrag festgehaltenen Beschlüssen (Ausweitung LKW-Maut) adäquate Maßnahme.

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