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Alternativen für Baden-Württemberg

Karte: Fernstraßenplanung und Alternativanmeldungen in Baden-Wuerttemberg Fernstraßenplanung und Alternativanmeldungen in Baden-Wuerttemberg  (BUND)

Mit 158 Projekten hat Baden-Württemberg weniger angemeldet als noch zum BVWP 2003 (dieser enthielt 230 Bedarfsprojekte). Die Maßnahmen kosten zusammen 11,2 Milliarden Euro und werden mit hohem Verwaltungs­auf­wand vorbereitet. Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart bemühte sich immerhin um eine intensive Beteiligung der Öffentlichkeit.

Zu besonders fragwürdigen wie umwelt­zer­störenden Projekten wie der Hoch­rhein­autobahn oder den autobahn­ähnlichen Neubauplänen im nördlichen Bodenseeraum hat der BUND Alternativen zur Prüfung vorgelegt.


Projekte und BUND-Alternativen

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A6: AK Weinsberg-Landesgrenze Bayern

Offizielle Planung: 6-streifiger Ausbau der A 6 zwischen Weinsberg und der Landesgrenze Bayern

BUND-Alternative: Optimierung der Eisenbahnstrecke Heilbronn-Schwäbisch Hall-Crailsheim (weiter Richtung Nürnberg) , sowie unter anderem die Elektrifizierung zwischen Öhringen und Schwäbisch Hall-Hessental.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • Die Eisenbahnstrecke kann auch für Güterverkehr attraktiver werden und zu einer Verlagerung von der A 6 führen. Ein kombinierter Verkehr (z.B. "Rollender Lastwagen"/ LKWs auf Güterzügen) wäre möglich.
  • Die Erreichbarkeit des Oberzentrums Heilbronn aus Richtung Schwäbisch Hall und Crailsheim wird erheblich verbessert.
  • Die A 6 wird durch die Schienenanmeldung entlastet.
A98: Hochrheinautobahn

Offizielle Planung: ortsferner Neubau der A 98 zwischen Rheinfelden und Tiengen (sogenannte Bergtrasse)

BUND-Alternative: Ausbau der B 34 inklusive ortsnaher Tunnellösungen (Talvariante), ebenso Elektrifizierung der Hochrheinbahn.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • Verringerung der Zerschneidung offener Landschaft
  • größere Entlastung der Ortsdurchfahrten durch die ortsnähere Trasse; Autobahn würde nur vom Transitverkehr genutzt, der nur 12-19 Prozent ausmacht; Problem, dass Ziel- und Quellverkehr bzw. regionaler Verkehr auf der B 34 verbleibt
  • Die Talvariante schneidet in fast allen Umweltbelangen besser ab als die Bergtrasse (u.a. kein Eingriff in FFH- und Natura 2000 Gebiete)
B10: Rheinbrücke bei Karlsruhe/Wörth

Offizielle Planung: Zweite B 10 Rheinbrücke bei Karlsruhe (Nordbrücke)

BUND-Alternative: Ersatzbrücke für die bestehende Brücke im Verlauf der heutigen Trasse. Zudem Reaktivierung der Bahnstrecke Germersheim-Landau.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • mindestens 50 Prozent Kostenersparnis wegen der entfallenden Zufahrtsstraßen und Ausgleichsmaßnahmen, zudem schnellere Realisierbarkeit
  • ortsnahe Zugänge zur Rheinaue und zum Rhein bleiben bestehen
  • Vermeidung des Verlusts von ca. 10 Hektar freier Landschaft und Erholungsraum
  • bisherige Situation (Verengung in Zufahrtsstraßen) wird nicht weiter verschärft
B30/B31: Meersburg-Friedrichshafen-Ravensburg

Offizielle Planung: 4-streifiger Neubau der B 31 und B 30 Meersburg-Friedrichshafen-Ravensburg

BUND-Alternative: integriertes Verkehrskonzept, das eine Optimierung der Bodenseegürtelbahn und ein Bodensee S-Bahn Konzept einschließt. Zudem wird die Prüfung eines Tunnels bei Hagnau vorgeschlagen. Ebenso wird die ausführliche Prüfung der Variante einer Ostumfahrung Meckenbeuren unter Nutzung bestehenden Straßen verlangt. Für Friedrichshafen wäre eine zwei-, maximal dreispurige Variante zu prüfen.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • das eingesparte Geld gibt Spielraum für qualitativ hochwertige Lärmschutzlösungen und den möglichen Tunnel bei Hagnau
  • das Ausbau- und Fahrgastpotential der vorhandenen, parallel zur Straße verlaufenden Bahnstrecken würde genutzt. Ein vierspuriger Neubau würde dieses hingegen konterkarieren
  • keine Zerschneidung und zusätzliche Verlärmung des auch touristisch wertvollen Bodenseehinterlandes
  • Vermeidung eines zusätzlichen Ost-West Transitverkehrs. Aktuell liegt der überregionale Durchgangsverkehr nicht über 15 Prozent. Eine mögliche LKW-Maut, die der BUND hier fordert, würde diesen verringern
B39: OU Ellhofen

Offizielle Planung: B 39 Südumfahrung Ellhofen

BUND-Alternative: Trog-Deckel-Lösung der bestehenden Ortsdurchfahrt.

Vorteile der BUND-Anmeldung:

  • trennt nicht die Naherholungsgebiete vom Ort ab
  • gleichwertige Aufwertung des Ortskernes, ebenso Lärmentlastung
  • ähnliche Kosten (Südumfahrung benötigt Ketzersbergtunnel)

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