25.000 protestieren zur IAA in München

Eine faire Verteilung des öffentlichen Raumes mit Vorrang für den Fuß- und Radverkehr, den massiven Ausbau von Bus und Bahn und klimaneutralen Verkehr bis 2035 – mit diesen Forderungen gingen die Demonstrat*innen in München auf die Straße

Zu Fuß und auf dem Fahrrad für eine echte Mobilitätswende

25.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben in München anlässlich der IAA (Int. Automobil-Ausstellung)  mit einer großen Fahrrad-Sternfahrt und Fußgängerdemo für eine echte Mobilitätswende demonstriert. Auch der BUND war dabei – als Teil des Bündnisses #aussteigen fordern wir eine klare Abkehr von der autodominierten Verkehrspolitik und Vorrang für den Fuß-, Rad- und Nahverkehr.
Es ist ein starkes Zeichen für die Mobilitätswende, dass zehntausende Menschen aus ganz Deutschland dem Aufruf gefolgt sind – trotz der vielen Stolpersteine, die uns die Behörden bis zur letzten Minute in den Weg gelegt haben.

Vielen Dank an alle, die unsere Proteste in München unterstützt haben!

Auf insgesamt elf Fahrradrouten radelten zehntausenden Menschen aus dem ganzen Münchner Umland zur Demo in der Münchner Innenstadt. Erste Radfahrer*innen waren bereits am 6. September von Frankfurt aus aufgebrochen. Auf der letzten Etappe der Sternfahrt schloss sich eine Kinderdemo an. bei der zahlreiche Familien sichere Wege besonders auch für Kinder forderten.
Mit einer großen Abschlusskundgebung endete die Demonstration auf der Theresienwiese.

Video von der IAA-Demo in München

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Impressionen von der IAA-Demo am 11.09.2021 in München

Ihre Spende für die Mobilitätswende

Mit unserem Protest nehmen wir Einfluss auf den heißen Wahlkampfend­spurt, die fol­genden Koalitions­ver­handlungen und die nächste Bundes­re­gierung! Sie können nicht bei der Demonstration dabei sein und möchten sich dennoch für die Mobilitätswende stark machen? Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende. Vielen Dank!

Was wir fordern

  • Faire Verteilung des öffentlichen Raums mit Vorrang für Fuß, Rad- und öffentlichen Verkehr
  • Gut ausgebauter, bezahlbarer ÖPNV, für alle und immer
  • Halbierung des Autoverkehrs und Klimaneutralität im Verkehr bis 2035
  • Sofortiger Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor, keine Plug-in-Hybride und große E-SUVs
  • Sofortiger Stopp der Planung und des Baus von neuen Autobahnen und Bundesstraßen
  • Eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts

Unsere Zukunftsagenda

Der BUND hat zusammen mit dem Paritätischen Gesamtverband eine Zukunftsagenda zur Bundestagswahl veröffentlicht. Gemeinsam fordern die Verbände von der nächsten Bundesregierung nicht weniger als einen Neustart in der Verkehrspolitik und eine sozial-ökologische Verkehrswende:

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Einen Ausstieg aus dem Fernstraßenbau

Um Klimakrise und Artensterben entgegenzuwirken, braucht es einen sofortigen Neubaustopp und den Ausstieg aus allen Planungen für Fernstraßenneubauten.

Einen Boom der umweltverträglichen Mobilität in Städten und Kommunen

Es braucht ein bundesweites Finanzierungsprogramm für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) sowie für den Fuß- und Radverkehr. Der Zugang zum ÖPNV muss für alle bezahlbar sein: Daher fordern wir die Einführung eines flächendeckenden 365-Euro-Tickets für den ÖPNV. Dies darf zu keiner Kostensteigerung von Sozialtickets führen.

Einen Ausbau der Bahn und den Ausstieg aus Kurzstreckenflügen

Es braucht eine Verdoppelung des Verkehrsanteils auf der Schiene bis 2030, damit Deutschland auch überregional näher zusammenrückt. Bis dahin müssen Kurzstreckenflüge komplett auf die Schiene verlagert werden.

Gemeinwohlorientierte „Mobilitäts-Apps“

Die Bundesregierung muss gezielt bundesweite, gemeinwohlorientierte, demokratische und datensparsame Mobilitätsplattformen unterstützen, um den Umweltverbund aus Bahn, ÖPNV und Sharing-Diensten zu stärken und umweltfreundliche Mobilität für alle zu ermöglichen.

Was sich in der Verkehrspolitik ändern muss

Informationen und Forderungen des BUND, wie wir den Verkehr vom Auto auf umweltfreundlichere Alternativen wie das Fahrrad verlagern können, finden Sie auf unserer Themenseite Mobilität.

Auf der Themenseite "Desaster im Dutzend" haben wir die zwölf absurdesten Fernstraßenprojekte genauer unter die Lupe genommen. Sie verschlingen Milliarden, verursachen zusätzlichen Verkehr und verlaufen vielerorts durch Naturschutzgebiete.

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Mein Versprechen fürs Klima

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finden Sie auf der Webseite des Bündnisses

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