Klima schützen! Dörfer retten! Kohle stoppen!

Setzen Sie mit uns ein Zeichen und protestieren Sie am 7. August mit einer Menschenkette am Tagebau Garzweiler im Rheinland gegen den verheerenden Kohleabbau.

Menschenkette am Tagebau Garzweiler

Samstag, 7. August 2021, 12 Uhr

Das Rheinische Braunkohlerevier ist eine der größten CO2-Quellen Europas. Doch NRW- Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält unbeirrt an dem Klimakiller Kohle fest und heizt die Klimakrise so weiter an. Noch immer will er den RWE-Konzern ganze Dörfer für die riesigen Braunkohletagebaue abbaggern lassen. Gegen diesen Irrsinn gehen wir auf die Straße: Wenige Wochen vor der Bundestagswahl demonstrieren wir am Samstag, den 7. August mit Tausenden am Tagebau Garzweiler im Rheinland.

Mit unserer Menschenkette markieren wir die 1,5 Grad-Grenze. Machen Sie mit!

  • Kommen Sie am 7. August um 12 Uhr nach Lützerath oder Keyenberg
  • Von den Bahnhöfen Erkelenz und Hochneukirch wird ein Shuttleservice per Bus eingerichtet
  • Treffpunkt für BUND-Aktive: BUND Bus, Kreuzung zwischen Keyenberg und Tagebau 

Alle Infos zur Aktion

Samstag ab 12 Uhr wollen wir unter #KlimaKohleDemo in den Twitter-Trends für alle sichtbar machen, dass die Zeit der Kohleverstromung vorbei ist. Armin Laschet sorgt dafür, dass Millionen Tonnen Kohle zu viel verbrannt werden. Für das Klima ist das absolut inakzeptabel.

Wie zeigst du am einfachsten Solidarität und hilfst uns das Thema stark zu machen? Nutze unseren Bildgenerator. Generiere dein eigenes Aktionsbild und poste es Samstag ab 12 Uhr mit #KlimaKohleDemo auf Twitter. Fotos mit einem eigenen Demoschild sind besonders stark.

Jetzt Motiv gestalten

Sie brauchen Inspiration für Twitter? So klappt's:

  • Hey @ArminLaschet, wer "alles gegen den Klimawandel tun" will, baggert keine Dörfer ab und verfeuert nicht 17 weitere Jahre Kohle! Die #KlimaKohleDemo gibt es nur, weil die aktuelle Klimapolitik nicht ausreicht.
  • Das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten, heißt #AlleDörferBleiben. Heute markiert die #KlimaKohleDemo das vom DIW errechnete absolute Maximum an Tagebau, was noch abgebaggert werden darf. (Studie des DIW: https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.819609.de/diwkompakt_2021-169.pdf)
  • Ich supporte die Aktivist:innen der #KlimaKohleDemo. Der Kohleausstieg findet mindestens acht Jahre zu spät statt. Gerechte Klimapolitik heißt Kohleausstieg vor 2030. Wie das geht, steht hier: https://www.bund.net/kohle/kohle-ausstieg

Sagen Sie es weiter!

Am 7. August protestieren wir zusammen mit weiteren Umweltschutzorganisationen mit einer Menschenkette am Tagebau Garzweiler im Rheinland gegen die #Kohle. Zu Tausenden machen wir klar: Wir sind die 1,5 Grad-Grenze und #AlleDörferBleiben! Laden Sie Freund*innen und Bekannte ein, gemeinsam mit uns zu demonstrieren.

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Für BUND-Gruppen und Aktive

Unser kostenloses Aktionspaket für BUND-Gruppen und Aktive

In unserem kostenlosen Aktionspaket können Sie Poster mit dem Aufruf zur Menschenkette in DIN A2 und DIN A3 bestellen. Für alle, die am 7.8. nach Garzweiler kommen, gibt es Aktionsschilder und Klima-retten-Armbänder. Gute Argumente und unsere Forderungen zum Klimaschutz finden Sie in den zahlreichen Infomaterialien in handlichen Formaten, die zum Weitergeben geeignet sind.

Zum Aktionspaket

BUND-Gruppenanreise melden

Wenn Sie als BUND-Gruppe eine Gruppenanreise zur Menschenkette planen, dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns Bescheid geben. Dann können wir Ihnen Informationen zur Anreise, zum BUND-Treffpunkt und alles weitere Wichtige per E-Mail zukommen lassen.

Gruppenanreise melden

Video: Beteiligen Sie sich an der Menschenkette

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Unsere Zukunftsagenda

Der BUND hat zusammen mit dem Paritätischen Gesamtverband eine Zukunftsagenda zur Bundestagswahl veröffentlicht. Gemeinsam fordern die Verbände von der nächsten Bundesregierung eine naturverträgliche Energierevolution, starken Naturschutz und einen geringeren Ressourcenverbrauch bei mehr sozialer Gerechtigkeit.

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Wir fordern eine natur-verträgliche Energie-Revolution!

Das sind unsere Forderungen: Es ist Schluss mit Strom aus Kohle, Öl und Gas. Der Strom in Deutschland ist bis 2035 zu 100 Prozent erneuerbar. Alle Menschen sind bei uns in der Lage, im Einklang mit der Natur selbst Strom zu erzeugen. Wir bringen den radio-aktiven Müll der Atomkraftwerke sicher unter.

Schluss mit Strom aus Kohle, Öl und Gas. Nur so wenden wir die Klimakrise ab. Ein erneuter Einstieg in die Atomkraft ist keine Alternative. Der radio-aktive Müll aus Atomkraft-Werken muss sicher untergebracht werden. Wir dürfen keine Zeit verlieren, bis Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energie-Quellen kommt. Das geht nicht mit den althergebrachten Energie-Unternehmen.

Wir brauchen den Schwung eines breit getragenen Projekts. Wir brauchen ein Projekt, das allen dient und zu dem jede*r beitragen kann: ein "Wikipedia der Energieproduktion".

Der natur-verträgliche Ausbau der erneuerbaren Energien gehört in die Hand von

  • Bürger*innen,
  • Kommunen,
  • Stadtwerken und
  • Genossenschaften.

Sie gestalten die Erzeugung von Windenergie am Ort oder Solarstrom auf Hausdächern mit. Sie ziehen daraus ihren Nutzen. So wird aus der natur-verträglichen Energiewende ein gemeinschaftliches Projekt.

Eine Energie-Bewegung aus Bürger*innen ist unser oberstes Ziel. Jede*r hat ein Anrecht darauf, Teil dieser Bewegung zu werden. Die Politik muss bestehende Hindernisse beseitigen. Dann können wir die Windenergie weiter naturverträglich ausbauen und die erheblichen Möglichkeiten der Sonnenenergie endlich nutzen!

Das gibt starke Impulse für die lokale und regionale Wirtschaft. Das schafft Arbeitsplätze und trägt dazu bei, dass Kommunen wirtschaftlich stabil sind.

Unsere Forderungen im Einzelnen:

  • "Bürger-innen-Energie" ermöglichen – natur-verträglich, dezentral und für alle:

Wir wollen "Bürger-innen-Energie". Gemeint ist eine Gemeinschaft von Menschen, die auf wirtschaftlicher Basis Strom natur-verträglich selbst herstellt und verkauft. So haben Gemeinschaften gegenüber großen Unternehmen und Platzhirschen derzeit keine Chance. Einige Regelungen des Energiemarkts verhindern, dass solche Gemeinschaften zum Zug kommen.

Zum Beispiel müssen Projekte ausgeschrieben werden. Das muss sich für Wind-Projekte mindestens bis 18 Megawatt (MW) ändern bzw. bei Photovoltaik bis 1 MW. Gemeinschaften brauchen die Erlaubnis, den regional erzeugten Strom aus Erneuerbaren (E-Strom) an Nachbar*innen zu verkaufen und direkt zu liefern. Das gilt auch für Produkte, die aus dem lokal erzeugten Strom entstehen. Verkäufe müssen innerhalb der Energie-Gemeinschaften (Energie Sharing) möglich sein. Sie müssen das Recht erhalten, Strom-Netze gemeinschaftlich zu betreiben.

Eine Marktprämie nach französischem Vorbild könnte beim Vertrieb bestehenden Hürden entgegenwirken. Ein Bonus auf die Einspeise-Vergütung wäre ebenfalls möglich. Wir wollen Anreize für Energie-Gemeinschaften schaffen, die wirken, und Auflagen abschaffen (EEG-Umlage, Stromsteuer, reduzierte Entgelte). Dabei sollen

  • individueller Eigenverbrauch,
  • gemeinschaftlicher Eigenverbrauch und
  • Strom, der auf und für Mietershäuser (auf dem Dach, dem Balkon oder ähnlich) herstellt wurde,

gleichgestellt werden. Die Pflicht zur Personen-Identität muss aufgehoben werden.

  • Kommunen für die natur-verträgliche Energie-Wende:

Wenn eine Windkraft-Anlage errichtet wird, müssen Kommunen in der Nachbarschaft daraus mehr Nutzen als bisher ziehen. Dafür muss eine gesetzliche Regelung her. Diese bezieht bereits bestehende Anlagen mit ein.

  • Bürger*innen-Energie breit verankern:

Möglichst viele Menschen sollen Teil der Bewegung werden. Dafür brauchen sie aber Unterstützung. Sie benötigen fachliches Wissen über Energie-Lösungen, die dezentral und natur-verträglich sind. Bislang sind Menschen, die wenig Geld haben, genauso wie Frauen wenig beteiligt. Alle Menschen müssen einen freien Zugang zu dem notwendigen Wissen haben. Es dürfen ihnen keine Kosten entstehen, wenn sie sich an der Gründung eines Projekts beteiligen wollen.

  • Ökostrom im Einklang mit der Natur ausbauen:

Der Anteil am Ökostrom soll 2030 bei mindestens 80 Prozent liegen. Das bedeutet pro Jahr einen Zuwachs von mindestens 7 Gigawatt (GW) Windenergie an Land. Und eine Verdopplung der Kapazität von Photovoltaik auf 10 GW pro Jahr.

Wir müssen bis 2040 mindestens 50 Prozent weniger Energie verbrauchen. Wir müssen aufhören, Strom ungenutzt zu verschwenden. Und wir müssen aktiv Strom sparen, wo dies nur möglich ist. Notwendige Energie muss effizient genutzt werden.

Wir benötigen dazu eine Offensive für Kommunen und Unternehmen: ein Angebot angelehnt an den kostenlosen Check zum Strom sparen für private Haushalte.

  • Einen Plan zum Ausstieg aus fossiler Energie:

Klima-Neutralität bis 2040 heißt, bis spätestens 2030 ist Schluss mit der Kohle. Fossiles Gas ist ab 2035 Vergangenheit. Unser Energie-Verbrauch darf keine Gefahr für unser Klima sein.

Das bedeutet einen tiefen Wandel. Die nächste Bundesregierung sorgt dafür, dass die Transformation für Betroffene in den Branchen und Regionen verlässlich und planbar abläuft.

Die Bundesregierung legt innerhalb eines Jahres einen Plan zum Ausstieg aus der fossilen Infrastruktur vor. Atomstrom ist kein Ersatz für Kohlestrom, sondern eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Das beginnt beim Abbau von Uran bis hin zur nicht geklärten Endlagerung.

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