Klimakrise, Artensterben, Ungleichheit: 6.000 protestieren in München gegen G7-Politik

6.000 Menschen sind am 25.6.2022, dem Vortag des G7-Gipfels, unter dem Motto "Gerecht geht anders!" durch die Münchner Innenstadt gezogen.

Impression von der G7-Großdemonstration in München am 25. Juni 2022 Impression von der G7-Großdemonstration in München am 25. Juni 2022  (Andreas Gebert / Campact)

Die Protestierenden fordern die Staats- und Regierungschef*innen der G7-Staaten auf, Armut entschieden zu bekämpfen und als Konsequenz aus dem russischen Krieg gegen die Ukraine die Abhängigkeit von Öl, Gas und Kohle zu beenden sowie stärker gegen die weltweite Hungerkrise aktiv zu werden.

Aufgerufen zu der Demonstration hat ein breites Bündnis aus mehr als 15 zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Für das Bündnis ist die bunte Demonstration ein klares Zeichen dafür, wie stark der Wunsch vieler Menschen nach einer grundlegend anderen Politik der G7-Staaten ist: Sie müssen endlich entschlossen gegen den Klimawandel vorgehen, die Zerstörung der Natur beenden sowie Hunger, Armut und Ungleichheit bekämpfen.

Außerdem fordern die Demonstrierenden eine aktive Friedenspolitik von den G7-Ländern. So sollen deutlich mehr Mittel für die Krisenprävention, zivile Konfliktbearbeitung und Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung gestellt werden.

Klima und Artenvielfalt retten!

Die 2020er Jahre sind das letzte Jahrzehnt, in dem wir noch eine Klimakatastrophe und ein gigantisches Artensterben abwenden können. Die G7-Staaten tragen mit ihrem wenig nachhaltigen Wirtschaftssystem große Verantwortung dafür, wie massiv sich diese beiden Krisen zuspitzen. Gerade deswegen müssen sie das Ruder jetzt herumreißen, die Nutzung von fossilen Energien und die Zerstörung der Natur beenden.

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten müssen dafür sorgen, dass ...

  • ... wir in den nächsten 20 Jahren komplett aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas aussteigen und klimaschädliche Subventionen abbauen. Stattdessen müssen wir auf eine vollständige erneuerbare Energieversorgung, Dekarbonisierung der Wirtschaft sowie auf Energieeffizienz und -einsparung setzen.
  • ... unsere Städte lebenswerter werden und das Leben auf dem Lande attraktiver wird. Dafür braucht es weit weniger Autos sowie bessere Infrastruktur für Bahn, Bus und Fahrrad.

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND:

"Es ist beängstigend, dass bis 2026 erstmals das 1,5-Grad-Limit überschritten werden könnte. Die Folgen für die Menschheit sind nicht absehbar. Deshalb muss vom G7-Gipfel ganz klar das Signal ausgehen: Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und gehen beim Klimaschutz voran. Die Emissionen müssen jetzt drastisch sinken. Die G7-Staaten dürfen den Gipfel im Juni nicht verlassen, ohne aufzuzeigen, wie sie ihre eigenen Klimaziele an einen 1,5-Grad-Pfad anpassen."

BUND-Petition "Fossile? Nein Danke."

Wir müssen raus aus der fossilen Abhängigkeit. Fordern Sie jetzt die Bundesregierung auf, den Energieverbrauch drastisch zu reduzieren und mit Hochdruck erneuerbare Energien auszubauen!

Hier unterzeichnen

Eil-Appell: Kein Geld für Atom und Gas!

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