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Massentierhaltung: unökologisch, unsozial, unethisch, ungesund

In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung den Ausbau von Deutschland als Fleischproduktionsstätte vorangetrieben. Dabei ist bei vielen tierischen Produkten – wie Schweine- oder Geflügelfleisch – der Bedarf der VerbraucherInnen in Deutschland schon längst gedeckt.

Grasende Kühe. Foto: Leon Ephraïm / CC0 1.0 / unsplash.com Nutztierhaltung muss an die Fläche und die Natur angepasst und tiergerecht sein.  (Leon Ephraïm / unsplash.com)

Bundesregierung und Agrarlobby setzen weiterhin auf Wachstum. Dabei ist jede neue Mastanlage einzig für den Export gedacht!

Fleischproduktion in Deutschland – vor allem billig

Über den Export sollen neue Märkte erschlossen werden. Dafür soll immer mehr und immer billiger produziert werden – zulasten der Tiere, der BürgerInnen sowie der Umwelt. Aus diesem Grund gibt es auch keine verbindlichen Standards für viele Tiere in der Tierschutz-Nutztier­haltungs­verordnung und darum ermöglicht das Baugesetzbuch immer noch riesige Mastanlagen.

Allein beim Geflügel ist der Export innerhalb von wenigen Jahren um über 150 Prozent gestiegen. Darüber kann sich jedoch nur die Agrarindustrie freuen. Denn gleichzeitig bedeutet es auch:

  • ein Leben unter Qualen für die Tiere,
  • ein ruinöser Wettbewerb für kleinere und mittelgroße Agrarbetriebe,
  • gesundheitliche Risiken für uns VerbraucherInnen,
  • ein Leben in Gestank und rechtlicher Ohnmacht für die Nachbarschaft,
  • enorme Umweltprobleme durch die scheinbar grenzenlos wachsende industrielle Tierhaltung.

Der BUND setzt sich für den Umbau der Tierhaltung ein

Schafe auf der Wiese. Foto: Luka Tomac / Friends of the Earth Europe Schaf- und Ziegenhaltung sollten aus naturschutzfachlicher Sicht ausgebaut werden.  (Luka Tomac / Friends of the Earth Europe)

Für den BUND ist die Einführung eines staatlichen Tierwohl-Labels ein wichtiger Baustein hin zu einer umwelt- und klima­freund­lichen, an die Fläche und die Natur angepassten und tiergerechten Nutztierhaltung.

Die externen Kosten der Tierhaltung – sowohl was die Eutrophierung der Gewässer betrifft oder die Flächeninanspruchnahme zum Anbau von Futtermitteln – sind enorm. Die Bundesregierung darf den Umbau nicht weiter blockieren, sondern muss ihn endlich in die Wege leiten. Klar ist, dass ein solcher Umbau eine Reduzierung der gehaltenen Nutztiere bedeuten muss – sonst wären beispielsweise unsere Klimaschutzziele nicht erreichbar.

Aus Sicht des BUND muss die zukünftige Tierhaltung an die Fläche gebunden und vor allem grünfutterbasiert sein. Extensive Weidetierhaltung – auch von Rindern – gehört genauso dazu wie der aus naturschutzfachlicher Sicht wichtige Ausbau der Schaf- und Ziegenhaltung. Ein reduzierter Konsum tierischer Lebensmittel geht mit einer gesünderen Ernährung einher. Darüber hinaus wird dies nicht zu weniger Wertschöpfungsmöglichkeit für die Landwirtschaft führen. Ganz im Gegenteil: Gerade eine transparente und vertrauenserweckende Kennzeichnung bietet den Agrarbetrieben die Möglichkeit, in gesellschaftlich erwünschter Art und Weise ihre Tiere zu halten. Die Preisdifferenzierung durch ein staatliches Tierwohl-Label kann die Mehrkosten, die aus dem Umbau der Tierhaltung entstehen, nur teilweise ausgleichen.

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Katrin Wenz

Katrin Wenz

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