"Wir haben es satt!" – Demo am 18. Januar 2020 in Berlin

27.000 fordern: Klima und Insekten schützen – Agrarwende jetzt!

Am 18. Januar war es wieder soweit. Bei der zehnten "Wir haben es satt!"-Demo gingen Umweltschützer*innen, Verbraucher*innen, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam auf die Straße.

Der BUND und die BUNDjugend waren zahlreich und lautstark vertreten. Gefordert wurde: Insekten schützen, Klima retten und Bauernhöfe unterstützen. Die EU-Subventionen der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) – rund 60 Milliarden Euro jährlich – müssen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen eingesetzt werden.

Die Demonstration wurde von 170 Traktoren angeführt. Es folgte ein buntes Meer aus selbstgemachten Schildern und vielen kreativen Kostümen. Der Protest für die Agrarwende war eindrucksvoll.

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Insekten-Atlas 2020

Impressionen der Demo

So schön war die "Wir haben es satt!"-Demo am 18. Januar 2020. Rund 27.000 Menschen demonstrierten in Berlin für die Agrarwende und den Klimaschutz. Vielen Dank an alle, die unterstützt haben.

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Aufruf & Forderungen

Wir haben die fatale Agrarpolitik satt! – Agrarwende anpacken, Klima schützen!

Für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität gehen wir am 18. Januar 2020 auf die Straße.

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Und für echten Klimaschutz müssen wir die Bundesregierung auch 2020 weiter unter Druck setzen.

 

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Auf die Straße – für das Klima und die Landwirtschaft!

Ob dürre Äcker oder abgesoffene Felder – die Klimakrise lässt sich nicht ignorieren. Die Wissenschaft warnt schon lange, dass wir den Planeten mit der aktuellen Wirtschaftsweise zugrunde richten. Obwohl Hunderttausende für das Klima streiken, kommen von der Bundesregierung nur Bankrotterklärungen. Das haben wir satt!

Wir haben Agrarindustrie satt!

Die industrielle Landwirtschaft hat fatale Auswirkungen: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuerinnen und Bauern ihrer Existenz. Die Agrarindustrie heizt die Klimakrise und gesellschaftliche Konflikte gefährlich an – das müssen wir stoppen!

Ackerland in Bauernhand!

Seit Jahrzehnten stemmt sich die Agrarlobby gegen jede Veränderung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lässt die Bäuerinnen und Bauern bei den notwendigen Veränderungen allein. Sie will die Milliarden-Subventionen weiter denen geben, die viel Land besitzen – egal, wie sie wirtschaften. Investor*innen kaufen immer mehr Ackerland, während allein in den vergangenen zehn Jahren bei uns 100.000 Betriebe aufgeben mussten. Schluss damit! Fördergelder nur noch für Bauernhöfe, die die Tiere gut halten, Umwelt- und Klima schützen und gutes Essen für uns alle herstellen!

Essen ist politisch – für immer mehr Menschen!

In den letzten 10 Jahren ist eine starke Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen entstanden. Immer mehr Bäuerinnen und Bauern bauen ihre Ställe um und erzeugen tierische Lebensmittel ohne Gentechnik. Immer mehr Betriebe nutzen weniger Pestizide oder setzen komplett auf Bio. Bürgerinitiativen haben unzählige Tierfabriken verhindert und Volksbegehren kämpfen für Artenvielfalt. Immer mehr Menschen kaufen konzernfreie Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Gemeinsam zeigen wir, wie Agrar- und Ernährungswende geht.

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