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Ökolandbau: Die klimafreundlichere Alternative

Allein 7,2 Prozent aller Treibhausgase in Deutschland wurden 2014 von der Landwirtschaft verursacht. Damit gehört sie zu den Hauptverursachern des Klimawandels. Der BUND spricht sich u.a. für mehr Ökolandbau und Grünlandschutz aus, denn der Ökolandbau ist gegenüber der konventionellen Landwirtschaft die klimafreundlichere Alternative.

Glückliches Schwein; Foto: © Lilifox - Fotolia.com Der kleinere Viehbestand je Fläche beim Ökolandbau ist gegenüber der konventionellen Landwirtschaft klimafreundlicher.  (Lilifox / Fotolia.com)

Neben Kohlendioxid (CO2) aus der landwirtschaftlichen Nutzung entwässerter Moore, produziert die Landwirtschaft die Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Hauptquellen der Treib­hausga­se in der Landwirtschaft sind der Viehbestand inkl. der dazu benötigten Futtermittel sowie der Einsatz von synthetischen Stickstoffdüngern. Wenn bestimmte Vorleistungen der Agrarproduktion einge­rechnet werden, dann steigt der Anteil der deutschen Landwirtschaft auf zwölf Prozent.

Gut fürs Klima: Ökolandbau und Grünlandschutz

Wegen des Verzichts auf Kunstdünger und dem kleineren Viehbestand je Fläche ist der Ökolandbau gegenüber dem konventionellen Landbau klimafreundlicher. Ein ökologisch bewirtschafteter Boden bindet zudem mehr CO2. Darum ist der Ökolandbau dringend auszubauen.

Das Ziel der Bundesre­gierung, welche "mittelfristig" 20 Prozent Ökolandbauanteil anstrebt, ist leider noch meilenweit entfernt (6,4 Prozent in 2015). Der BUND sieht in Wiederkäuern und insbesondere in Rindern – wenn sie nachhaltig grünlandbasiert ernährt werden – sehr wichtige Klima- und Grünlandschützer. Sie können damit zum Biodiversitätsschutz und zur Anreicherung von Kohlenstoff im Boden beitragen (durch Humusbildung).

Der BUND macht sich stark

Im "Klimaschutzplan 2050 der deutschen Zivilgesellschaft" spricht sich der BUND zusammen mit anderen Verbänden in der Landwirtschaft u.a. für mehr Ökolandbau, mehr Grünlandnutzung und Wiedervernässung, weniger Lebensmittelverschwendung und eine Reduzierung des Fleisch­konsums in Verbindung mit einer reduzierten Nutztierhaltung aus.

Daher müssen die Tierbestände in Deutschland insgesamt und insbesondere in den "Hotspots" mit hohen Bestandsdichten reduziert werden. Der erste Schritt ist, die Überproduktion von tierischen Lebensmitteln auf einen Selbstversorgungsgrad von 100 Prozent zurückzuführen. Die Halbierung des Tierbestandes bis zum Jahr 2050 darf dabei nicht zu Lasten der vom Grünland ernährten Wiederkäuerbestande gehen.

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Christian Rehmer

Christian Rehmer

Leiter Agrarpolitik
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