BUND-Auenzentrum: Forschung, Naturschutz und Umweltbildung an der Elbe

Intakte Flussauen gelten als artenreichste Lebensräume Mitteleuropas – doch sie sind inzwischen sehr selten und stark bedroht. Grund für den BUND, sich mit seinem Auenzentrum auf Burg Lenzen für Schutz und Erhalt dieser wertvollen Refugien einzusetzen, die Leistungen dieser Ökosysteme weiter zu erforschen sowie Informationen und Erlebnisse zum Thema anzubieten.

Sitz des BUND-Auenzentrums: Die Burg Lenzen; Foto: D. Damschen Sitz des BUND-Auenzentrums: Die Burg Lenzen an der Elbe  (D. Damschen)

Von Burg Lenzen an der Elbe aus ist das BUND-Auenzentrum auch in der Flusspolitik aktiv, lädt regelmäßig zu Fachtagungen ein und organisiert zusammen mit dem BUND-Besucherzentrum zahlreiche Veranstaltungen und Exkursionen, etwa zur bisher größten in Deutschland umgesetzten Deichrückverlegung in der Lenzener Elbtalaue oder zum Grünen Band, das hier die Elbe berührt.

Aktuelle Veranstaltungen und Projekte

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Mehr Raum für die Elbe

Das BUND-Auenzentrum hat in der Lenzener Elbtalaue sieben Kilometer Deich zurückverlegt – und so rund 420 Hektar Aue wiedergewonnen. Auwälder wurden gepflanzt, alte Flutrinnen wiederbelebt. Wildpferde sorgen für eine vielfältige Weidelandschaft. Davon profitieren Natur und Mensch: Beim Hochwasser 2013 fiel der Pegelstand im Raum Lenzen fast 50 Zentimeter niedriger aus als früher.

Alter Auwald wiederbelebt

Dichter Auwald, flache Tümpel, weite Wiesen, sandige Ufer: In der Hohen Garbe ist ein wahres Auenjuwel erhalten geblieben. Auf dieser Halbinsel am Grünen Band, der ehemaligen innerdeutschen Grenze, wachsen rund 200 Hektar seltener Hartholzauwald, Fischotter, Mittelspecht und Azurjungfer sind hier zu Hause.  Im Rahmen des Projektes "Lebendige Auen für die Elbe" schließt das BUND-Auenzentrum die Flächen wieder an die natürliche Dynamik der Elbe an und fördert die Entwicklung von neuem Auwald. Zudem werden zusammen mit zahlreichen Partnern die Leistungen des Ökosystems Elbe untersucht.

Entdecken, erleben und staunen

Das BUND-Besucherzentrum auf Burg Lenzen liegt im Herzen des Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe. Es bietet verschiedene Ausstellungen sowie zahlreiche Mitmach-Angebote und ist idealer Ausgangspunkt für faszinierende Touren in eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas.


 

Bildungsangebote im Projekt "Lebendige Auen für die Elbe"

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Dem Flusskrebs in die Augen schauen – das Lehr- und Auenreich auf Burg Lenzen

Kinder bauen einen Deich im BUND-Auenreich Kinder bauen einen Deich im BUND-Auenreich  (Dieter Damschen)

Von der Baumhängebrücke Vögel beobachten, am Wasserspieltisch Deiche bauen oder auf dem Forscherfloß Bachflohkrebs und Wasserskorpion ins Auge schauen: Auf einem ca. 400 Meter langem Rundweg erstreckt sich im denkmalgeschützten Park der Burg Lenzen das deutschlandweit erste interaktive Auenerlebnisgelände.

An sechs Stationen können Besucher*innen hier spielerisch die Leistungen einer Flussaue und ihre beeindruckende Biodiversität mit allen Sinnen entdecken. Entstanden ist das Auenreich im Projekt "Lebendige Auen für die Elbe", das vom Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt gefördert wird. 

Impressionen aus dem Auenreich

(zum Vergrößern Bilder anklicken)

Ein wichtiges Ziel des vom BUND-Auenzentrum durchgeführten Projektes ist es, Bewusstsein für den Wert naturnaher Auen zu schaffen. Mit dem interaktiven Auenreich werden der Wert naturnaher Flussauen für unsere Gesellschaft sowie ihre Ökosystemleistungen anschaulich vermittelt. Denn auch für unsere Gesellschaft erfüllen Flussauen eine Vielzahl von Funktionen – sei es als Klimaschützer, Erholungsgebiet oder sogar als natürliche Kläranlage.

Ergänzt wird das Auenreich vom Lehr-Reich im BUND-Besucherzentrum. Hier können Interessierte mit modernen Ausstellungsmodulen, wie einem interaktiven Tisch und einem Bildschirm-Mikroskop, die einmalige Vielfalt der Flusslandschaft Elbe multimedial erleben und die Geheimnisse diverser Auenbewohner entdecken.

zum Auenreich


Bäume pflanzen, zelten und blaue Frösche suchen – unsere Workcamps für junge Forscher*innen an der Elbe

Exkursion beim Elbe-Aktions-Camp Es gibt viel zu entdecken: Exkursion beim Elbe-Aktions-Camp  (BUND)

Auwälder, Feuchtwiesen und Moore sowie die Flüsse mit ihren Seitenarmen bilden an der Elbe eng miteinander verzahnte Lebensräume, in denen deutschlandweit gefährdete Pflanzen- und Tierarten wie das Breitblättriges Knabenkraut, der Laubfrosch oder der Schwarzstorch vorkommen.

Umgeben von all diesen Naturschönheiten in der Flusslandschaft Elbe ist das BUND-Besucherzentrum Burg Lenzen sowohl der ideale Anbieter vielfältiger Naturerlebnisse als auch ein außergewöhnlicher Lernort für kleine und große Naturforscher*innen. 

In unseren Workcamps und Projekttagen können Schüler*innen der Sekundarstufe I und Jugendliche ab 16 Jahren ganz praktisch erfahren, warum es wichtig ist, dass ein Fluss seine Auen überschwemmt, wie es der Auwald schafft, monatelang im Wasser zu überstehen und warum es blaue Frösche gibt. 

Impressionen aus den Workcamps

(zum Vergrößern Bilder anklicken)

Beide Angebote, die Projekttage und das Elbe-Aktions-Camp, wurden im Projekt "Lebendige Auen für die Elbe" entwickelt und bereits mehrfach durchgeführt. Mehr Details und die Anmeldung zu den Projekttagen und den Workcamps finden Sie auf der Seite von Burg Lenzen:

zu den Camps und Projekttagen


Ausschnitt aus "Der Auenelf"

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Das Puppenspiel "Der Auenelf" vom Figurentheater "Blauer Mond" vermittelt Kindern im Grundschulalter, warum Flussauen so wertvoll sind.

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Kontakt

Meike Kleinwächter

BUND Auenzentrum Burg Lenzen
E-Mail schreiben Tel.: (03 87 92) 5078-201

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