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Hormonelle Schadstoffe – Attacke auf das Hormonsystem

Was haben eine Konservendose, eine Luftmatratze und eine Körpercreme gemeinsam? Diese und viele andere Alltagsprodukte können Chemikalien enthalten, die wie Hormone wirken. In der Innenbeschichtung der Dose steckt Bisphenol A, in der Luftmatratze sind Weichmacher und die Körpercreme enthält Parabene.

Moleküle Moleküle. Foto: allispossible.org.uk / DNA Molecule display, Oxford University / CC BY 2.0 / flickr.com

Was sind hormonelle Schadstoffe?

Das sind synthetisch hergestellte Chemikalien, die

  • in das Hormonsystem eingreifen, das den gesamten Stoffwechsel des menschlichen Körpers steuert
  • natürliche (Sexual-)Hormone imitieren oder blockieren und somit z.B. "verweiblichen" oder "vermännlichen" können
  • für Kinder besonders gefährlich sind, da das Hormonsystem die körperliche und geistige Entwicklung steuert
  • in bestimmten sensiblen Wachstumsphasen, wie während der vorgeburtlichen Entwicklung oder der Pubertät zu gravierenden Schäden führen können
  • bei Jungen und Männern unter anderem mit Missbildungen der Geschlechtsorgane, Hodenkrebs und geringerer Anzahl und Qualität der Spermien in Verbindung gebracht werden
  • bei Mädchen und Frauen zu verfrühter Pubertät führen und das Brustkrebsrisiko erhöhen können
  • als mögliche Ursache für eine Tendenz zu Allergien, Diabetes, Fettleibigkeit, Störungen der Gehirnentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen identifiziert wurden
  • in geringen Mengen schädlicher sein können als in hohen Konzentrationen und deshalb mit üblichen Testsystemen nicht zu bewerten sind
  • Cocktaileffekte aufweisen, also in Kombination mit anderen Stoffen eine stärkere Wirkung entfalten.

12 Tipps, wie Sie hormonelle Schadstoffe vermeiden

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Bei Wasser

Trinken Sie Leitungswasser statt Wasser aus Plastikflaschen. 

Bei Verpackungen

Meiden Sie möglichst in Plastik verpackte Lebensmittel sowie Konserven, die nicht als Bisphenol-frei gekennzeichnet sind.

Bei Aufbewahung

Bewahren Sie Lebensmittel in Behältnissen aus Glas oder rostfreiem Stahl auf. 

Bei Geschirr

Verzichten Sie auf mikrowellenfestes Plastikgeschirr. 

Bei Textilien

Bevorzugen Sie Textilien aus natürlichen Rohstoffen wie Ökobaumwolle und meiden Sie Kleidung mit Kunststoff-Applikationen. 

Bei Möbeln

Kaufen Sie Möbel aus massivem Holz oder Metall statt Pressspan. 

Bei Qualitätssiegeln

Achten Sie beim Möbel- und Textilienkauf auf den Blauen Engel und ­andere Qualitätssiegel für Schadstofffreiheit (wie IVN- oder GOTS-­Siegel). 

Bei Kosmetika

Bevorzugen Sie Naturkosmetika und Hygieneprodukte ohne Parfum. 

Bei Reinigungen

Nutzen Sie natürliche Reinigungsmittel wie Essig, Zitrone und Natron oder zertifizierte Naturprodukte 

Bei Farben

Bevorzugen Sie Farben auf Mineralbasis mit dem EU-Ecolabel. 

Bei Spielzeugen

Meiden Sie Spielzeug aus weichem Kunststoff und Billigspielzeug aus dunklem Plastik. Dabei ist der ToxFox eine hilfe und sie können von den Herstellern die Inhaltsstoffe schnell und bequem anfordern.

Zähneputzen ohne Gift

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Schadstoffe in Kinderprodukten aufdecken

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