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Waldbrände vermeiden: Anhaltende Trockenheit und Hitze erhöhen die Brandgefahr

26. August 2019 | Wälder, Naturschutz, Lebensräume, Klimawandel

Es braucht viele Jahrzehnte, einen abgebrannten Wald wieder aufzuforsten.  (skeeze / Pixabay)

Berlin. Wälder beherbergen nicht nur komplexe Ökosysteme mit unzähligen Tier- und Pflanzenarten, sie sind auch schützenswerte Naherholungsgebiete und Orte der Entschleunigung – und derzeit durch Hitze und anhaltende Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands einer akuten Brandgefahr ausgesetzt. Die Dürre des letzten Jahres setzt sich in diesem Jahr fort: Unsere Wälder sind extrem trocken, die Waldböden ausgedorrt. So reicht oftmals ein kleiner Funke, um einen Brand zu entfachen. Erschreckend ist, dass nahezu alle Waldbrände durch menschliche Unachtsamkeit verursacht werden, Blitzschläge spielen so gut wie keine Rolle.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft zur Achtsamkeit im Wald auf und gibt Ratschläge, wie unsere Wälder in Zeiten anhaltender Trockenheit und Hitze vor Waldbränden bewahrt werden können. Vorsorge ist dabei besser als Nachsorge: Denn es braucht viele Jahrzehnte, einen abgebrannten Wald wieder aufzuforsten und das Leben in den Wald zurückzuholen. Informieren Sie sich daher vor einem Ausflug in den Wald auf den Webseiten des Deutschen Wetterdienstes oder einer Wettergefahrenseite, welche Waldbrandstufe für Ihre Region aktuell ausgerufen ist, und achten Sie auf entsprechende Beschilderung im Wald.

Parken Sie in Waldnähe bitte nur auf ausgewiesenen Parkplätzen. Viele Menschen wissen nicht, dass sich unter geparkten Autos durch die im Betrieb sehr heißen Katalysatoren eine enorme Hitze entwickelt, die mit Leichtigkeit trockene Gräser und Gestrüpp auf dem Boden entzünden kann. Diese Bodenbrände breiten sich gerade in den Dürremonaten schnell aus und führen immer wieder zu verheerenden Waldbränden.

Rauchen Sie bitte nicht im Wald oder in Waldnähe. In vielen Wäldern ist das Rauchen verboten. In Berlin ist dies zum Beispiel ganzjährig der Fall. Denn: Schon winzige, glühende Ascheteilchen einer Zigarette können einen verheerenden Waldbrand auslösen. Für alle, die in der Natur rauchen, gilt bei Trockenheit ganz besonders: Nehmen Sie einen Taschenascher, eine kleine Metalldose oder ein leeres Marmeladenglas mit, schnippen Sie Ihre Asche beim Rauchen in dieses Gefäß und drücken Sie Ihre Zigaretten darin aus. Müll, egal welcher Art, hat grundsätzlich im Wald nichts zu suchen, sondern muss wieder mit nach Hause genommen werden.
 
Sommerzeit ist Grillzeit. Grillen außerhalb des Privatgrundstücks ist dort erlaubt, wo ein entsprechendes Schild das Grillen gestattet. Abseits der ausgewiesenen Grillplätze darf nicht gegrillt werden. Wer den Rost auf einer Wiese oder im Wald anheizt, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Bei hoher Brandgefahr ist das Grillen in der Landschaft oftmals gänzlich verboten. Entsorgen Sie die Asche in die auf Grillplätzen vorgesehenen Aschecontainer. Ist dies nicht möglich, löschen Sie die Glut mit viel Wasser und entsorgen Sie die kalte Asche in den Müll. Denn, Grillasche enthält zudem viele Schadstoffe, die der Natur schaden. Daher diese bitte nicht einfach liegen lassen. 
 
Und: Achten Sie bei der Wahl der Grillkohle auf eine regionale Herkunft des Holzes, vor allem sollte kein Tropenholz in der Grillkohle sein. Schonen Sie internationale Wälder zusätzlich bei der Wahl Ihres Grillgutes: mehr Gemüse und weniger Fleisch. Wenn Fleisch, dann aus regionaler Weide-, Bio- oder Neulandhaltung. Für Fleischerzeugung aus Massentierhaltung wird Soja aus Übersee verfüttert, für dessen Anbau auch der Regenwald gerodet wird.

Mehr Informationen

  • Waldkrise
  • Fachliche Ansprechpartnerin: Nicola Uhde, BUND-Expertin für Waldpolitik, Tel.: (030) 2 75 86-498, nicola.uhde(at)bund.net
  • BUND-Pressestelle: Sigrid Wolff | Judith Freund | Heye Jensen 
    Tel. (030) 2 75 86-425 | -497 | -464 | presse(at)bund.net

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