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Vögel (wenn überhaupt) maßvoll füttern

02. Dezember 2017 | Naturschutz

Wenn überhaupt, so sollten Sie nur in den härtesten Wintermonaten Futter anbieten.  (stock4all / Fotolia.com )

Eine geschlossene Schneedecke und Frost machen den Vögeln die Futtersuche schwer. Über 15 Millionen Euro geben die Deutschen darum jährlich für Körnerfutter oder Meisen­kugeln aus.

In jüngster Zeit häufen sich populäre Rat­schläge, wonach Vögel möglichst ganzjährig gefüttert werden sollten. Der BUND erwartet dadurch mehr Schaden als Nutzen.

Wenn überhaupt, so sollten Sie nur in den härtesten Wintermonaten Futter anbieten. Denn Vögel sind als Wildtiere auf das jahreszeitlich wechselnde Futterangebot eingestellt. Verluste im Winter werden oft schon in der nächsten Brutzeit wieder ausgeglichen. Zudem erreicht die Fütterung nur wenige, meist allgegenwärtige Arten. Kommen aber häufige Standvögel wie die Kohlmeise dank Ihrer Hilfe vermehrt durch den Winter, finden Zugvögel wie Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz bei der Rückkehr keine freien Nistplätze mehr vor.

Nachhaltiger helfen Sie Vögeln, wenn Sie im Herbst Gartenstauden stehen lassen, heimische Gehölze pflanzen und Kompost- oder Laubhaufen anlegen. So schaffen Sie Nischen für Insekten, die auf dem Speiseplan von Zaunkönig oder Rotkehlchen stehen.

Das winterliche Vogelhäuschen kann jedoch dazu dienen, Kindern eine unserer faszinierendsten Tiergruppen näher zu bringen. Auch dann aber sollten Sie maßvoll füttern. Und darauf achten, dass Sie kein Körnerfutter mit Samen des Traubenkrauts (Ambrosia) kaufen; es ist für uns Menschen hoch allergen und breitet sich derzeit aggressiv aus. Auf keinen Fall dürfen Sie gesalzene oder gewürzte Essensreste verfüttern – sie können für Vögel tödlich sein.

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