Urlaub an der Küste: Natur und Wildtieren mit Respekt begegnen

10. August 2021 | Meere, Lebensräume

Bitte kommen Sie Wildtieren wie der Kegelrobbe an unseren Küsten nicht zu nahe.  (Stefan Menzel)

Nicht nur in der Sommerzeit zieht es jedes Jahr viele Menschen ans Meer. Sonne, Dünen, Wind und Wasser: Die Küste ist ein perfekter Ort, um auszupannen und aufregende Entdeckungen zu machen. 

Beim Strandspaziergang, Surfen, Schnorcheln und Keschern können Sie an unseren Küsten eine spannende heimische Tier- und Pflanzenwelt entdecken. Bitte bedenken Sie aber, dass die kleinen und großen Tiere, die Sie dort treffen, kein Spielzeug und keine Kuscheltiere sind.

Meerestiere bitte nicht stören

Erst Anfang Juli 2021 starb an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein ein junger Schweinswal, nachdem er von mehreren Menschen im flachen Wasser eingefangen und für Fotos festgehalten wurde. Die kleinen Wale mögen zwar niedlich aussehen, sind aber Wildtiere und dürfen auf keinen Fall gestört oder gar angefasst werden. 

Das Gleiche gilt für Kegelrobben und Seehunde, die sich am Strand oder auf Sandbänken die Sonne auf das Fell scheinen lassen. Denn kommen wir Menschen Wildtieren zu nahe, flüchten sie. Das kostet sie viel Kraft und kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Jungtiere von ihren Müttern getrennt werden. Bitte halten Sie deshalb Abstand und genießen Sie den Anblick der Tiere aus der Ferne.

Psst ...! Wassersport geht auch leise

Auch beim Wassersport sollten Strandgäste darauf achten, Tiere nicht zu stören. Durch Schnellfähren, Motorboote und Jet-Skis entsteht Unterwasserlärm, der viele Meerestiere bei der Orientierung, Partner- und Nahrungssuche stört. 

Naturfreundliche Alternativen zur Erkundung der Küsten vom Wasser aus können Segelboote, Seekajaks oder auch Stand-Up-Paddling-Boards sein. Und für Kitesurfende gibt es inzwischen speziell ausgewiesenen Zonen, damit Brut- und Rastvögel von den Lenkdrachen nicht aufgescheucht werden.

Hier finden Urlauber*innen ausgewiesene Zonen fürs Kitesurfen: 

Saubere Sache: Strand und Wasser ohne Plastik

Und noch ein wichtiger Hinweis für den umweltfreundlichen Urlaub am Meer: Wenn Sie den Strand verlassen, nehmen Sie bitte Ihren Müll mit.

Jährlich gelangen nämlich circa acht Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere – auch durch den Tourismus. Das stört nicht nur Badegäste, sondern die Meerestiere können sich darin verheddern oder den Müll mit Nahrung verwechseln und ihn verschlucken. 

Daher nehmen Sie Ihren und vielleicht auch anderen herumliegenden Müll mit. Probieren Sie doch einmal nach dem Motto 'Take Five' neben Ihrem eigenen Müll fünf weitere Müllteile auszusammeln und fachgerecht zu entsorgen.

Zwischen "Natur entdecken und erleben" und "Natur stören und schädigen" liegt oft nur ein schmaler Grat. Der respektvolle Umgang mit den Pflanzen und Tieren der Küste ist im Interesse aller, die hier so gerne Zeit verbringen. Denn ein Urlaub am Meer wäre doch nur halb so schön ohne einen sauberen Sandstrand, wilde Dünen und eine bunte Tierwelt.

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