Meist kein Spaß für Kind und Natur: Sonnencreme.
(Orbon Alija
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via canva.com)
Sonnencreme: Chemische oder mineralische UV-Filter?
Sonnencreme schützt die Haut entweder durch einen chemischen oder einen mineralischen Filter. Chemische Sonnenschutzmittel wandeln UV-Strahlung in Wärme um. Einige chemische UV-Filter stehen im Verdacht, im menschlichen Körper hormonell zu wirken und den Korallen zu schaden.
Mineralischer Sonnenschutz: Umweltfreundlicher
Mineralischer Sonnenschutz wie Titandioxid oder Zinkoxid ist aus gesundheitlichen und ökologischen Aspekten die bessere Wahl. Dabei ist es wichtig, dass die mineralischen Stoffe nicht in Nanoform vorliegen. Nanopartikel können sehr weit in den Organismus vordringen. Die gesundheitlichen und ökologischen Risiken von Nanomaterialien sind nicht abschließend geklärt. Produkte mit Nanopartikeln erkennen Sie an der verpflichtenden Kennzeichnung mit dem Kürzel "nano" in der Inhaltsstoffliste.
Sonnencreme kann Mikroplastik enthalten
Auch Mikroplastik oder flüssige Kunststoffe können in Sonnenschutzmitteln enthalten sein. Kunststoffverbindungen, die in den Cremes in gelöster oder flüssiger Form vorliegen, werden zum Beispiel als Bindemittel, Füllmittel oder Filmbildner eingesetzt. Diese gelangen über das Abwasser in die Umwelt und können dort nur schwer oder gar nicht abgebaut werden.
Benzophenon in Sonnencreme
Als besonders kritisch gilt der chemische UV-Filter Octocrylen. In Sonnencremes kann sich daraus das womöglich krebserregende Benzophenon bilden. Selbst in ungeöffneten Sonnencremes wurde es bereits nachgewiesen. Die EU hat Benzophenon in Kosmetika vor zwei Jahren verboten, nicht aber Octocrylen. Prüfen Sie daher die Inhaltsstoffe der Sonnencremes genau.
Inhaltsstoffe Sonnencreme
Mit der kostenfreien ToxFox-App des BUND können Sie herausfinden, welche Inhaltsstoffe Ihrer Sonnencreme hat. Dafür scannen Sie einfach den Barcode.
UV-Filter Diethylamino Hydroxybenzoyl Hexyl Benzoate (DHHB) in Sonnencreme
In letzter Zeit ist der in manchen Sonnencremes eingesetzte UV-Filter DHHB im Fokus der Öffentlichkeit. DHHB kann mit dem mit dem Stoff Dihexylphthalat (DnHexP) verunreinigt sein kann. DnHexP wurde wegen seiner hormonschädlichen Eigenschaften von der EU als besonders besorgniserregender Stoff gelistet. Ökotest hat in einigen Sonnencremes, die den UV-Filter DHHB enthielten, auch DnHexP nachgewiesen. Der BUND verfolgt die derzeit noch laufenden Studien zur Thematik. Verbraucher*innen, die aus Vorsorge den UV-Filter DHHB bis auf Weiteres vermeiden möchten, können Sonnencremes mit der ToxFox-App vom BUND scannen.
Sonnenschutz mit Kleidung und Schatten
Meiden Sie generell starke Sonneneinstrahlung in der Mittagshitze und verlagern Sie den Besuch von Schwimmbädern und Strand auf die Morgen- oder späten Nachmittagsstunden. Auch lange Bekleidung ist ein wirksamer Sonnenschutz. Aber Vorsicht: Synthetische Badebekleidung mit UV-Schutz kann Fasern verlieren, die als Mikroplastik den Meeren schaden. Deshalb ist das Tragen von Kleidungsstücken aus Naturfasern der ökologisch wirksamste Schutz von Haut und Meeren.