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Besser beleuchten – Sternenzelt statt Lichtersmog

12. Dezember 2018 | Nachhaltigkeit, Energiewende, Ressourcen & Technik, Naturschutz

Das Dorf Silges in der hessischen Rhön – vor (oben) und nach (unten) der Umrüstung auf abgeschirmte, warmweiße LED-Lampen.  (A. Mengel)

Den dunkelsten Monaten des Jahres begegnen wir mit viel künstlichem Licht. Wie vermeiden wir, dass die Beleuchtung blendet und unnötig die Umwelt aufhellt?

Der natürliche Wechsel von Tag und Nacht gibt Mensch und Natur den Takt vor. Um diesen Rhythmus möglichst wenig zu stören, sollten Sie nächtliches Licht so sparsam wie möglich einsetzen. Sie schützen damit nachtaktive Tiere (vom Igel bis zu zahllosen Insekten) wie auch tagaktive, die nachts die Dunkelheit zum Schlaf benötigen. Und Sie senken Ihre Energiekosten.

Vor allem drei Grundsätze sollten Sie beherzigen, um Ihre Umwelt nachts nicht mit viel Licht zu beeinträchtigen:

Von oben nach unten

Verwenden Sie Leuchten, die das Licht auf die gewünschte Fläche lenken. Vermeiden Sie Leuchten, die darüber hinaus oder nach oben abstrahlen. Fehlgelenktes Licht kann andere belästigen und gefährden.

Weniger ist mehr

Wählen Sie eine möglichst geringe Lichtleistung. Damit sorgen Sie für weniger Lichtstress und erlauben es dem Auge, sich besser an die Dunkelheit zu gewöhnen. Achten Sie vor allem auf eine bedarfsorientierte Anpassung in der Nacht – indem Sie Bewegungsmelder installieren oder die Beleuchtung ganz abschalten. Alternativ lässt sich bei guten LED-Lampen die Lichtstärke um die Hälfte mindern. Solche dimmbaren Lampen haben eine längere Lebensdauer, und Sie sparen damit Strom.

Warmweiß statt grell

Nutzen Sie nur Licht mit geringem Blauanteil im Spektrum von 2.000 bis max. 3.000 Kelvin (Farbtemperatur). Warmes Licht blendet weniger als neutral- oder kaltweißes Licht und wird als angenehmer empfunden. Hohe Blauanteile im Licht stören den Tag-Nacht-Rhythmus von Mensch und (Wirbel-)Tier und damit den Schlaf. Auch zieht warmweißes Licht deutlich weniger Insekten an und wird in der Atmosphäre nicht so stark gestreut.

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