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Amphibien wandern bereits – Vorsicht auf den Straßen!

20. Februar 2020 | Lebensräume, Flüsse & Gewässer, Naturschutz, Wälder, Landwirtschaft, Mobilität

Nehmen Sie beim Autofahren Rücksicht auf Amphibien.  (Phil Hearing / Unsplash)

Der milde Winter und das vielerorts bereits frühlingshafte Wetter lockt dieses Jahr bereits sehr früh Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterverstecken. Für sie beginnt bei den lauen Temperaturen die Paarungszeit.
 
Die Amphibien wandern mit Beginn der nassen, lauen Nächte von ihren Überwinterungsorten in Wäldern, Parks und Gartengebieten oft über mehrere Kilometer zu den Laichgewässern. Besonders gute Laichgewässer ziehen mehrere hundert bis einige tausend Amphibien an.

Leider überleben viele Amphibien die ersten Tage nach dem Winter jedoch nicht. Denn auf ihrer Wanderung müssen die Tiere oft Straßen überqueren – eine große Gefahr für sie. An manchen Orten sterben bis zu 70 Prozent der kleinen Wanderer bei der Überquerung einer einzigen Straße. Entweder werden sie überfahren oder durch den Luftdruck getötet, der durch schnell fahrende Autos verursacht wird. Ganze Populationen können auf diese Weise umkommen.

Der BUND ruft Autofahrer*innen dazu auf, in diesen Tagen und Wochen Rücksicht auf die kleinen Tierchen zu nehmen. Auf Strecken, die bei Amphibien beliebt sind, stehen oft Hinweisschilder mit einem Froschsymbol. Vor allem in regnerischen Morgen-, Abend- und Nachtstunden und bei milderen Temperaturen sollten Autofahrer*innen besonders aufmerksam sein und die Tempolimits einhalten. Es wird empfohlen, in den Gebieten nicht schneller als 30 km/h – möglichst sogar noch langsamer – zu fahren, da so der tödliche Luftstrom am Fahrzeug verhindert wird.

Dauerhafte Hilfe bieten zwar fest installierte Zäune und Amphibientunnel, doch sind diese nicht überall machbar. An solchen Stellen setzen Naturschützer*innen des BUND auf mobile Zäune: Die Amphibien suchen entlang der Absperrung einen Durchschlupf und landen dabei in Eimern, die in regelmäßigen Abständen ebenerdig im Boden versenkt sind.

Auch zahlreiche andere Kleintiere wie Eidechsen werden hierdurch gerettet. Ehrenamtliche Helfer*innen des BUND sowie andere Freiwillige tragen die Tiere in den Eimern dann auf die andere Straßenseite und lassen sie wieder frei.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass Autofahrer*innen auch in Gebieten mit Krötenzaun runter vom Gas gehen, um die Helfer*innen am Straßenrand nicht zu gefährden. Blinklampen und/oder Warnschilder sowie örtlich Tempolimits weisen auf die Sammelgebiete hin.

Wer sich engagieren und den Kröten, Fröschen und Lurchen helfen möchte, kann sich an die örtlichen BUND-Gruppen wenden.

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