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Die wichtigen Streuobstwiesen in Hamburg

29. Mai 2019 | Landwirtschaft, Naturschutz, Wälder

Der Schutz von Streuobstwiesen ist für den BUND eine Herzensangelegenheit, denn die alten Kulturflächen beherbergen eine enorm große und wichtige Artenvielfalt.

Apfelvielfalt der Norddeutschen Apfeltage  (Jürgen Mumme)

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren in Norddeutschland rund 700 Apfelsorten verbreitet und bekannt. Diese Vielfalt wurde jedoch ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts durch Rodungen der alten hochstämmigen Obstsorten massiv reduziert. In Hamburg verschwanden daraufhin fast 90 Prozent der bis dahin traditionellen Obstwiesen – auch als eine Folge der damaligen Rodungsprämien.

Aktive des BUND Hamburg fördern diese Vielfalt seit vielen Jahren, denn Streuobstwiesen sind besonders wertvolle Lebensräume für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Bis zu 5.000 Arten finden dort ihr Zuhause, darunter seltene Orchideen, Fledermäuse, Siebenschläfer oder der Steinkauz. Daher legen die Aktiven Streuobstwiesen an, pflegen sie und unterstützen so die Wiederverbreitung der alten Obstsorten.

Für den Sortenerhalt ist es besonders wichtig, Wissen zu sichern. Aus diesem Grund veranstaltet der BUND Hamburg die Norddeutschen Apfeltage, gemeinsam mit dem Umwelthaus am Schüberg. Die jährliche Veranstaltung wurde 2003 erstmals ausgerichtet und ist mittlerweile eine feste Institution, zu der jedes Mal mehrere tausend Besucher*innen  strömen.

Auch 2019 gehen die Norddeutschen Apfeltage in die nächste Runde. Im Botanischen Garten der Universität, auch Loki Schmidt- Garten genannt, werden am 21. und 22. September wieder zahlreiche Gäste erwartet. Die Aktiven des BUND Hamburg bieten den Besucher*innen an ihrem Stand frischen Apfelsaft von einer der Streuobstwiesen an. Das Besondere daran: Der Saft wird mit einer mechanischen Spindelpresse von den Besuchern durch Muskelkraft selbst gepresst. Besonders für die Kinder ist das ein Highlight.

Ein Quiz über alte Apfelsorten macht nicht nur Spaß, sondern kann auch zum Erhalt des alten Wissens dienen, denn den früher bekannten "Dithmarscher Paradiesapfel" oder den "Ruhm von Kirchwerder" kennen heute längst nicht mehr alle. Möchte man nun selbst aktiv werden, freuen sich verschiedene Hamburger BUND-Gruppen, die sich um die Pflege und den Erhalt der Streuobstwiesen kümmern, über neue Unterstützung.

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