Information, die ankommt

Ein Infostand ist ein wirksames Mittel, um Menschen direkt anzusprechen und gehört in den Fußgängerzonen schon zum alltäglichen Straßenbild. Dennoch machen viele Passant*innen oft einen weiten Bogen um den Stand. Wie gelingt es, den BUND-Infostand attraktiv und anziehend zu gestalten? Hier finden Sie viele Tipps für die Gestaltung und Kommunikation am Stand sowie einige Checklisten für die optimale Vorbereitung.

Ansprechpartner

Melina Höfling

Referat Engagement und Mitmachen
E-Mail schreiben Tel.: +4930 27586551

Kernfunktionen des Infostands

Interesse wecken

Nur wer informiert ist und sich emotional verbunden fühlt, setzt sich aktiv für unsere Natur und Umwelt ein.
Mit einem Infostand tragen Sie Ihr Anliegen direkt an die Menschen heran. Dabei kann es sich um ein spezielles Thema handeln, wie den Schutz einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart in Ihrer Region, ein aktuelles (politisches) Ereignis oder aber die Arbeit Ihrer Gruppe allgemein. Wichtig ist für uns als BUND sowohl die Kompetenz als auch Emotionen zu vermitteln und damit authentisch zu sein.

Kontakte knüpfen

An Ihrem Infostand suchen Sie das persönliche Gespräch mit den Menschen, nutzen Sie die Chance, Kontakte zu knüpfen und Interessent*innen zu gewinnen. Sind Sie mit jemandem ins Gespräch gekommen, versuchen Sie Kontakt über das Gespräch hinaus zu halten.
Je nach Anliegen des Infostandes und Verlauf des Gesprächs können Sie die Kontaktdaten über eine Petition, eine Newsletter-Abo-Liste oder auch mit einem Mitgliedsantrag festhalten oder Sie laden zu einer Führung/ Veranstaltung ein und haben dafür eine Anmeldeliste vorbereitet.
Informationen finden Sie unten auf dem Infoblatt zum Datenschutz. 

BUND und Gruppe präsentieren

Ein Infostand dient aber nicht allein der Vermittlung von Informationen. Mit Ihrem Stand geben Sie dem BUND ein Gesicht. So machen Sie nicht nur auf Ihr gewähltes Thema aufmerksam, sondern steigern auch den Bekanntheitsgrad Ihrer Gruppen und des gesamten Verbandes.
Wird der Infostand mit einer spannenden Aktion verknüpft ist er eine gute Möglichkeit mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.
An Ihrem Infostand repräsentieren Sie den BUND – vermitteln Sie deshalb, was unseren Verband ausmacht und unsere Identität ist.
Tragen Sie während der Arbeit am Stand eine BUND-Jacke oder ein BUND-T-Shirt. 

Das ist der BUND:

Alle Beiträge auf- oder zuklappen
Bundesweiter Umweltverband, über 650.000 Unterstützer*innen

Der BUND arbeitet auf allen Ebenen und wird von mehr als 650.000 Menschen unterstützt: Bundesweit gibt es über 2.000 ehrenamtliche BUND-Gruppen, die direkt in ihrer Region die Themen anpacken, die dort wichtig sind. Pflege von Naturschutzflächen, Mobilisierung gegen Massentierhaltungsanlagen oder Aufklärungsarbeit mit Kampagnen sind dabei nur ein Teil.

Der BUND engagiert sich – zum Beispiel – für eine ökologische Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel, für den Klimaschutz und den Ausbau regenerativer Energien, für den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Er ist einer der großen Umweltverbände in Deutschland.

Demokratisch, ehrenamtlich, mitmachorientiert, professionell

Wir sind ein Mitmachverband, dessen Stärke auf dem Engagement vieler Menschen gründet, die sich unterschiedlich an den Verband gebunden in einer großen Bandbreite von Projekten und inhaltlichen Arbeiten engagieren können.  

Wir sind ein professioneller Verband, der durch die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt ein hohes Maß an Kompetenz und Kontinuität in seiner Arbeit vermittelt. 

Finanziell und politisch unabhängig

Mitgliedsbeiträge und Spenden garantieren die finanzielle Unabhängigkeit und stärken die Glaubwürdigkeit. Staatliche Zuschüsse fließen nur projektbezogen. Sponsoring durch die Wirtschaft lehnt der BUND ab. Der BUND ist keiner Partei verpflichtet. In Politik und Gesellschaft ist der BUND überall präsent, wo Belange des Natur- und Umweltschutzes berührt werden.

Das braucht ein Infostand

Eine auffällige Standgestaltung Eine auffällige Standgestaltung (Foto: Jörg Farys)

Blickfang – optisch auffallen

Gestalten Sie ihren Infostand großflächig, auffällig und übersichtlich.
Sorgen Sie für einen Hingucker, der schon aus der Entfernung Aufmerksamkeit erregt, z.B. ein Transparent, eine Bilderwand, Fahnen oder größere Aktionsmaterialien. Der Bundesverband und die Landesverbände bieten zu vielen Themen Materialien an, die Sie ausleihen oder bestellen können. 
Je ausgefallener und ansprechender Ihr Stand gestaltet ist, desto mehr Leute bleiben stehen. Wichtig ist, dass Ihr Thema schon an der Gestaltung Ihres Stands zu erkennen ist. Wenn Sie selbst etwas gestalten, beachten Sie die Design-Vorgaben des BUND.

Interaktionen am Infostand Interaktionen am Infostand (Foto: Jörg Farys)

Interaktion - es passiert etwas!

Planen Sie ein einfaches, anfassbares Mitmachangebot. Ob es die Verkostung des BUNDeigenen Streuobst-Apfelsafts, das Basteln von einfacher Wildbienen-Nisthilfen, das Zählen von Mikroplastik in einer Strandprobe unter dem Mikroskop, Bastelangebote für Kinder oder eine Fragebogenaktion – Hauptsache es animiert Menschen stehen zu bleiben. Ins Gespräch können Sie nur mit Personen kommen, die an Ihrem Stand stehen bleiben. Warten Sie aber nicht nur hinter Ihrem Stand bis jemand zu Ihnen kommt, sondern gehen Sie auch offen und direkt auf die Passant*innen zu.

Interessante Materialien am Infostand Interessante Materialien (Foto: Jörg Farys)

Keine Materialwüste

Bei der Auswahl des Materials kommt es auch auf die Menge an. Schließlich wollen Sie die Standbesucher*innen nicht mit einem Überangebot an Inhalten überfordern, aber trotzdem ausführlich über ihr Thema informieren. Ein gutes Maß sind hier in der Regel:

  • 1-2 Imageflyer des Bundes- und des Landesverbands
  • 3 themenspezifische Flyer
  • eine Unterschriftenliste/Petition, wenn diese thematisch zu Ihrem Infostand passt
  • eine Kontaktliste für Interessierte an ehrenamtlichen Engagemet oder auch für die Anmeldung zu einem Newsletter oder regionalen Rundbrief

Sie können auch noch Infomaterial zu anderen Themen an Ihrem Stand parat haben, aber dieses nur herausgeben, wenn es sich aus dem Gespräch mit einer interessierten Person ergibt, oder auf Nachfrage.

 

Motivierte Standbetreuer*innen Motivierte Standbetreuer*innen (Foto: Jörg Farys)

Motivierte Standbetreuer*innen

Planen Sie die Standbesetzung mit mindestens zwei Personen. Ein Wechsel ist alle drei bis vier Stunden sinnvoll. Sorgen Sie auch für die leckere Verpflegung mit Essen und Getränken (Jahreszeit beachten). Um die Motivation der Betreuer*innen zu erhöhen, können Sie „interne“ Highlights einplanen, z.B. den Besuch eines prominenten BUND-Mitglieds oder ein kleines Geschenk zum Start.
 

Tipp: Am Tag des Infostands können Sie die Standbetreuer*innen mit einer teaminternen Challenge motivieren. Zum Beispiel: Wer spricht die meisten Menschen mit einer blauen Mütze an? Mit einer witzigen Aufgabe macht die Aktion gleich mehr Spaß.

 

 

Ein guter Platz für einen Infostand Ein guter Platz für einen Infostand (Foto: Jörg Farys)

Formalitäten und ein guter Standort

Holen Sie rechtzeitig alle erforderlichen Genehmigungen ein (z.B. für den Standaufbau, Einfahrerlaubnis zum Auf- und Abbau, zum Servieren von Essen und Getränken) und haben Sie diese bei Nachfrage immer am Stand parat.
 Erkundigen Sie sich vor der Beantragung oder Buchung wo attraktive Plätze sind. Zahlen sie lieber etwas für einen besseren Standort, statt kostenfrei in einer nicht frequentierten Ecke zu stehen. Dies gilt vor allem bei Messen oder bei größeren Veranstaltungen anderer Organisationen oder der Stadt.
 In der Regel muss ein Infostand mindestens zwei Wochen im Vorraus bei der zuständigen Behörde angemeldet werden, meist ist es das Ordnungs- oder Liegenschaftsamt. Der Genehmigungsprozess kann von Gemeinde zu Gemeinde stark variieren.

Wichtig ist auch, dass Sie bei der Anmeldung kommunizieren, was der Zweck Ihres Infostands ist. Im Gegensatz zu einem professionellen Stand zur Mitgliederanwerbung wollen Sie als Ehrenamtliche über ein bestimmten Thema informieren. Planen Sie mit Ihrem Infostand auf einer Veranstaltung (z.B. Messe, Straßenfest) zu stehen, wenden Sie sich direkt an den Veranstalter. 

 

Nutzen Sie unsere Checkliste für die Vorbereitung Ihres Infostands: 

Gespräche am Infostand

Gespräche führen am Infostand Gespräche führen am Infostand (Foto: Jörg Farys)

Sie wollen die Menschen für Ihr Anliegen interessieren und gewinnen. Dies gelingt am besten in einem persönlichen Gespräch, denn so lässt sich viel mehr vermitteln als mit jeder Infobroschüre. Wenn Sie souverän auftreten und mit Leidenschaft dabei sind schaffen Sie es Ihr Gegenüber mit Ihrer Einsatzbereitschaft anzustecken.

Sie können sich dabei auch an unserem Gesprächsleitfaden orientieren.

Alle Beiträge auf- oder zuklappen
Kontakt aufnehmen

Verwickeln Sie möglichst viele Passant*innen in Gespräche und gewinnen Sie ihre Sympathie. Das ist wichtiger als in einer lange Diskussion Recht zu behalten oder möglichst viel gedrucktes Informationsmaterial mitzugeben. Nicht der Inhalt eines Flyers bleibt im Kopf sondern Erlebnisse, ungewohnte Ansprachen und originelle Ideen.

Persönlich ansprechen

Wichtig ist, dass Sie die Menschen direkt ansprechen. Vielen ist das erst einmal unangenehm, aber seien Sie selbstbewusst, schließlich sind Sie mit Überzeugung, Spaß und Erfolg bei der Sache. Sie wissen Bescheid über Ihr Thema und können so auch andere dafür begeistern.

Nach Unterstützung fragen

Wenn Ihr Gespräch positiv verläuft und sie den Eindruck haben Ihr Gegenüber ist sehr interessiert an der Arbeit des BUND können Sie fragen ob er oder sie nicht Lust hat den BUND aktiv zu unterstützen. Das könnte zunächst das Unterzeichnen einer Petition oder Eintragen in eine Kontaktliste, eine einmalige Spende oder vielleicht sogar eine Mitgliedschaft beim BUND sein. 
Dabei gilt je niederigschwelliger desto erfolgreicher, viele sind eher bereit sich unverbindlich in einen Kontaktliste einzutragen als direkt eine Mitgliedschaft abzuschließen. Geben sie interessierten Personen aber gerne einen Flyer zur Mitgliedschaft mit, damit sie sich zu hause nocheinmal in Ruhe damit beschäftigen können.

Das persönliche Gespräch kann eine gute Möglichkeit sein neue Interessent*innen und Mitgleider zu gewinnen, Ihr Hauptziel sollte aber immer die Vermittlung von Informationen bleiben.

Ablehnung nicht persönlich nehmen

Seien Sie darauf vorbereitet, dass Sie bei einigen Passant*innen auch auf Desinteressen und Ablehnung stoßen werden, schließlich können Sie nicht wissen in welcher Stimmung Sie die Passant*innen gerade erwischen. Nehmen Sie Ablehnung deshalb niemals persönlich. 

Durch Glaubwürdigkeit gewinnen

Sich mit dem eigenen Projekt gut auszukennen ist wichtig für eine professionelles und glaubwürdiges Auftreten am Stand. Formulieren Sie sich am besten vorher einige Sätze über Ziel, Ablauf und Laufzeit des Projektes. Überlegen Sie sich aber auch, was Sie zu Ihrer Arbeit beim BUND motiviert.

Auf Expert*innen verweisen:
Wenn Sie sich in einem Thema nicht so sicher sind, verweisen Sie bei schwierigen Nachfragen auf den Experten in der BUND-Gruppe oder beim Landesverband.

Ob der Funke überspringt, liegt aber meist nicht am detaillierten Fachwissen, sondern daran, ob es Ihnen gelingt, die Gründe für Ihr persönliches Engagement in Bezug auf das Thema glaubhaft zu vermitteln.

Die Kernbotschaft vermittelt

Der wichtigste Teil der Botschaft sollte immer im letzten Teil des Gesprächs erwähnt werden, so bleibt er dem Zuhörer im Gedächtnis. Benennen Sie hier die positiven Ziele: „Wir setzen uns ein für ...,“, „Wir haben ... vor der Zerstörung gerettet“, „Wir schaffen neue Lebensräume für ....“.

Beschwerden als Chance sehen

Wenn sich jemand bei Ihnen beschwert, hören Sie sich die Argumente an. Auch eine Beschwerde zeigt Interesse an der Arbeit des BUND und gibt uns die Chance, uns zu verbessern. Bei Erstkontakt haben Sie die Möglichkeit, eine konstruktive Grundstimmung zu erzeugen. 

Weitere Informationen

BUND-Bestellkorb