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Hintergrund: Schacht Konrad

Das stillgelegte Eisenerz-Bergwerk Konrad, in dem von 1961 bis 1976 gefördert wurde, ist ein designiertes Atommüllendlager.

Anti-Atom-Demonstration am Schacht Konrad; Foto: Michaela Mügge / PubliXviewinG Anti-Atom-Demonstration am Schacht Konrad  (Michaela Mügge / PubliXviewinG )

Seit Jahrzehnten wird um zwei Standorte in Niedersachsen gerungen: "Schacht Konrad" bei Salzgitter sowie Gorleben. Im Frühjahr 2006 erlaubte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg, die frühere Eisenerzgrube Schacht Konrad als Endlager für schwach- und mittelradioaktiven Müll zu nutzen.

Die fehlende Langzeitsicherheit des Schachtes wurde in dem Urteil ausgeklammert. Darüber hinaus wurde den Klägern keine Revisionsmöglichkeit gegen das Urteil eingeräumt.

Schacht Konrad: Mit Sicherheit nicht sicher

Fast 290.000 Einwendungen gingen 1991 gegen den Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube "Schacht Konrad" zu einem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in einem der größten Verwaltungsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik ein. Das Einlagerungskriterium für "konradfähigen Müll" umfasst praktisch allen Atommüll außer abgebrannte Brennelemente. Seit 2006 wurden mehrere Versuche, eine Revisionszulassung zu erreichen, abgelehnt, in letzter Instanz 2007 am Bundesverwaltungsgericht.

Seit 2008 wird das ehemalige Bergwerk zum Atommüllendlager ausgebaut. Nach Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz sollen die Arbeiten frühestens 2022 abgeschlossen sein, neun Jahre später als ursprünglich geplant. Im Anschluss sollen die radioaktiven Abfälle eingelagert und mit Gesteinsmaterial und Zement für immer verschlossen werden.

Auch im Fall Schacht Konrad ist es (wie bei der Asse) nur eine Frage der Zeit, wann der eingelagerte Atommüll Kontakt zu Grundwasser führenden Schichten bekommt und strahlende Nuklide in die Umgebung ausgeschwemmt werden.

Der BUND fordert, das völlig veraltete, ohne Alternativen-Vergleich und mit politischen Weisungen durchgesetzte Projekt "Schacht Konrad" zu beenden anstatt nach Inbetriebnahme optional weiteren Müll einzulagern.

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Ihr Ansprechpartner

Thorben Becker

Leiter Atompolitik
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