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AKW in Deutschland

Noch immer ist die Atomkraft der viertgrößte Energielieferant in Deutschland. Erst Ende 2022 soll laut "Atomausstieg" das letzte deutsche AKW vom Netz gehen.

Anti-Atomkraft-Symbol; Foto: © lassedesign - Fotolia.com Von den noch aktiven Atomkraftwerken in Deutschland gehen nach wie vor enorme Risiken aus  (lassedesign / fotolia.com)

In Deutschland haben derzeit acht AKW eine Betriebsgenehmigung. Heute beträgt ihr Anteil 14 Prozent an der Stromversorgung in Deutschland, damit ist die Atomkraft nur noch der viertgrößte Stromlieferant (erneuerbare Energien 30 Prozent, Braunkohle 24 Prozent, Steinkohle 18 Prozent in 2015).

Die ostdeutschen Reaktoren an den Standorten Rheinsberg und Greifswald wurden im Zuge der Wiedervereinigung stillgelegt, der Bau des größten deutschen AKWs in Stendal Ende 1990 abgebrochen. Von den westdeutschen Atomkraftwerken wurden nach dem rot-grünen Atomkonsens die beiden kleinen AKW Obrigheim (2003) und Stade (2005) vom Netz genommen.

Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hat die schwarz-gelbe Regierung sieben weitere AKW, die vor 1980 gebaut wurden, und Krümmel (Baujahr 1984) im März 2011 vom Netz genommen. Die verbliebenen AKW sollen stufenweise bis Ende 2022 abgeschaltet werden.

Kleine Geschichte der (west-)deutschen Atompolitik

Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen © Thorsten Schier - Fotolia.com Atomkraftwerk Grohnde in Niedersachsen  (Thorsten Schier / fotolia.com)

Die damalige Bundesrepublik legte in den 1950er Jahren ein Atomprogramm auf – durchaus misstrauisch von Staaten wie Frankreich beobachtet, nachdem die Nationalsozialisten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs fieberhaft an der Entwicklung einer Atombombe gearbeitet hatten.

War die deutsche Energiepolitik zunächst vom Glauben an paradiesische Zustände durch Atomkraft geprägt, fand ab den 1970er Jahren unter dem Einfluss der Großdemonstrationen und verstärkt seit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 teilweise ein Umdenken statt.

Im Jahr 2002 vereinbarten die rot-grüne Bundesregierung und die Energiekonzerne den Ausstieg aus der Atomkraft. Dieser "Atomkonsens" wurde im September 2010 von der schwarz-gelben Regierung unter Kanzlerin Merkel aufgelöst: Die Laufzeiten der einzelnen AKW wurden um acht beziehungsweise 14 Jahre (je nach Alter) verlängert. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima hat dieselbe Bundesregierung im März 2011 ein dreimonatiges Moratorium ausgerufen, in dessen Rahmen die sieben ältesten AKW und Krümmel erst vorläufig, im Anschluss endgültig stillgelegt wurden.

Die möglichen Endlagerstandorte Schacht Konrad und Gorleben sind nach wie vor nicht vom Tisch, bis heute gibt es keine Lösung des Atommüllproblems.

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Thorben Becker

Leiter Atompolitik
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