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Zusammen ist man weniger allein

11. Juli 2016 | Nachhaltigkeit, Suffizienz

Pro Kopf nehmen wir heute in Deutschland im Durchschnitt 45 Quadratmeter Wohnraum in Anspruch – das ist dreimal so viel, wie in den 50-er Jahren. Ein Grund dafür ist der Anstieg der Single-Haushalte: Bundesweit lebt heute in vierzig Prozent aller Haushalte nur eine Person. Jede und jeder davon mit eigenem Bad, eigener Küche und eigenem Abstellraum. Und jeder und jede davon eben allein. Klar, dass das eine ziemliche Ressourcenverschwendung und vielleicht auf Dauer auch etwas einsam ist.

Schöne Aussichten?  (Giso Bammel / fotolia.com)

Von Almut Gaude

Deswegen stellen wir Euch hier (in Anlehnung und mit Tausend Dank an Daniel Fuhrhop, dem Autor des Buchs: "Verbietet das Bauen!") eine kleine Liste von bundesweiten Projekten vor, die das Zusammenziehen und -wohnen erleichtern und so ein nachhaltigeres, leichteres und lustigeres Leben in Gemeinschaft möglich machen.

1. "Mietshäuser Syndikat"

Das "Mietshäuser Syndikat" berät selbstorganisierte Hausprojekte, die sich für das sogenannte Syndikatsmodell interessieren. Syndikatsmodell bedeutet, dass einzelne Kollektive leerstehende Häuser als GmbH gemeinsam erwerben und dabei soziale oder ökologische Ziele verfolgen. Das Mietshäuser Syndikat hilft mit Know How bei der Projektfinanzierung und initiiert neue Projekte. Es unterhält einen Solidarfonds, in den etablierte Hausprojekte einzahlen und von dem neue Projekte profitieren. Die Beratung und Begleitung einer Hausinitiative erfolgt grundsätzlich kostenlos und wird ehrenamtlich von engagierten AktivistInnen aus bestehenden Projekten erledigt. www.syndikat.org/de

2. "Wohnen für Hilfe"

Bei dem Projekt "Wohnen für Hilfe" geben ältere Menschen Wohnraum an Studierende oder Auszubildende, die dafür keine oder wenig Miete zahlen. Stattdessen helfen die Jüngeren den Älteren einkaufen zu gehen, Blumen zu gießen, zu kochen usw. Die Initiative gibt es in über 30 Städten Deutschlands. Für fast alle Vermietungen gilt die Faustregel: Pro m² bezogenen Wohnraum hat der 'Mieter' eine Stunde Hilfe im Monat zu leisten. www.wohnenfuerhilfe.info

3. Trias Stiftung

Die Stiftung hat es sich u.a. zum Ziel gemacht, gemeinschaftliche Wohnprojekte mit sozialen und ökologischen Inhalten zu fördern, um so der Spekulation von Grund und Boden entgegenzuwirken. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Stiftung vor allem mit Projektgruppen zusammen. Dabei versucht die Stiftung das Grundstück gemeinsam mit den Gruppen zu erwerben und im Erbbaurecht an diese weiterzugeben. Man erhält also im besten Fall – und unter der Prämisse dass man soziale und ökologische Ziele mit seinem Projekt verfolgt – von der Stiftung gemeinsames Eigentum auf Zeit. www.stiftung-trias.de

4. Wohnprojekte-Portal

Das Wohnprojekte-Portal hilft interessierten Menschen auf dem Weg zu Neugründungen von Wohnprojekten und ist gleichzeitig Dienstleister für bestehende Initiativen. Auf der Seite kann nach Wohnprojekten in ganz Deutschland gesucht und das eigene Projekt auf der Suche nach MitstreiterInnen vorgestellt werden. www.wohnprojekte-portal.de

5. "Flüchtlinge Willkommen"

Das Online-Portal bringt Wohnraumgebende und geflüchtete Menschen zusammen, um ein privates Zusammenleben zu initiieren. Wer einen Wohnraum in seiner WG frei hat, kann dies auf der Seite melden. Das Team von "Flüchtlinge Willkommen" stellt dann den persönlichen Kontakt her, ist AnsprechpartnerIn für Fragen des Zusammenlebens und bereitet die Kostenübernahme durch Ämter vor. www.fluechtlinge-willkommen.de

6. Berufstätigen-WG

Wer aus dem klassischen WG-Alter (Studium und so) raus ist, das Gröbste am Partyleben hinter sich hat, im Berufsleben steht und eine etwas ruhigere aber trotzdem gesellige Art des Wohnens sucht, kann sich bei berufstaetigen-wg.de nach einer entsprechenden Bleibe umschauen oder eine solche anbieten. Vorteil: Man kann den eigenen Lebensabschnitt mit anderen Berufstätigen teilen und schnell Anschluss in einer neuen Stadt finden. www.berufstaetigen-wg.de

7. PlusWGs

PlusWGs ist ein bundesweites Anzeigen-Portal für Wohngemeinschaften für Menschen ab 50 Jahren und SeniorInnen. WG-Gesuche und -Angebote können auf der Seite kostenlos eingestellt und abgerufen werden. Der Vorteil des gemeinsamen Wohnens im Alter: Die Haushaltsarbeiten können geteilt und gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge leichter gestaltet werden. Und auch der Freundes- und Bekanntenkreise kann sich so erweitern. Laut den Machern der Seite PlusWGs werden Wohngemeinschaften unter älteren Leuten anscheinend eine immer beliebtere Wohnform. www.pluswgs.de

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