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Zum Tag des deutschen Baumes: Warnung vor schlechtem Zustand der Wälder

24. April 2017 | Wälder, Naturschutz, Klimawandel, Wildkatze, Landwirtschaft

Zum Tag des Baumes am 25. April bemängelt der BUND den schlechten Zustand der Waldbäume in Deutschland.

Auch wenn es nicht so aussieht: Unseren Waldbäumen geht es schlecht. Mehr als zwei Drittel der Bäume in deutschen Wäldern sind geschädigt.  (cocoparisienne / pixabay.com)

Das Problem hat auch der Waldzustandsbericht aufgezeigt, den das Bundeslandwirtschafts­ministerium Ende März in aller Heimlichkeit veröffentlicht hat. 

Mehr als zwei Drittel der Bäume in deutschen Wäldern sind geschädigt, bei den Buchen sogar knapp 90 Prozent. Die Zahlen zeigen, dass sich die Bundesregierung erschreckend wenig um den Naturschatz Wald kümmert.

Seit Beginn der Waldzustandserhebungen hat sich der Zustand der meisten Baumarten nicht verbessert. Besonders besorgniserregend ist der Zustand der Laubbäume: Nur ein Viertel der Eichen und nur jede zehnte Buche sind gesund. Doch gerade Buchenwälder sind als Lebensräume für Tiere und Pflanzen sowie für die Stabilisierung des Klimas von unschätzbarem Wert.

Was den Wald krank macht, macht auch die Menschen krank

Hauptverantwortlich für die massiven Baumschäden sind Schadstoffe aus dem Verkehr und Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft. Die Bundesregierung muss endlich dafür sorgen, dass deutlich weniger Ammoniak und Stickoxide aus der Landwirtschaft und dem Verkehr in unsere Böden gelangen.

Auch der fortschreitende Klimawandel setzt den Bäumen stark zu, da er die Widerstandskraft der Bäume schwächt. Nur eine ökologisch verträgliche Forstwirtschaft und artenreiche Laubwälder mit heimischen Arten können die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegenüber dem Klimawandel verbessern. Der diesjährige Baum des Jahres, die Fichte, steht daher symbolisch für einen längst überfälligen Wandel weg von Nadelholzforsten hin zu stabilen Laubmischwäldern.

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