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Weichmacher und Bisphenol A in Spielzeug gefunden

09. Mai 2018 | Chemie

Jedes fünfte Plastikspielzeug, das aktuell im Auftrag von Behörden aus insgesamt 17 Ländern der EU und des europäischen Wirtschaftsraums überprüft wurde, enthielt höhere Schadstoffmengen als erlaubt. Phthalat-Weichmacher wurden dabei am häufigsten beanstandet. Die gemeinsame Testreihe war Teil eines größeren, vom Europäischen Forum für Produktsicherheit (Prosafe) koordinierten Projekts.

Kinder in der Badewanne  ( skyla80 / photocase.de )

Prosafe hat insgesamt 255 Plastikspielzeuge geprüft, u.a. 121 Plastikpuppen, von denen 33 zu hoch belastet waren. Von den getesteten 30 Badespielzeugen (Quietscheenten u.ä.) fielen sieben durch den Test, ebenso wie zehn von 70 aufblasbaren Spielzeugen.

In 18 Prozent aller getesteten Produkte lagen die Konzentrationen an Phthalat-Weichmachern – vornehmlich DEHP und DINP – deutlich über den gesetzlichen Grenzwerten. DEHP steht wegen seiner fortpflanzungs- und hormonschädlichen Eigenschaften auf der Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Chemikalien (SVHC) unter der EU-Chemikalienverordnung REACH und ist seit 2015 zulassungspflichtig. DINP darf nicht in Spielzeugen und Babyartikeln für Kinder unter drei Jahren verwendet werden, die dazu bestimmt sind, in den Mund genommen zu werden.

Verwendung von Chemikalien besser kontrollieren

Bei etwa vier Prozent der Proben wurden zudem zu hohe Werte an sogenannten kurzkettigen Chlorparaffinen (SCCP) ermittelt. Bei den 30 auf Bisphenol A getesteten Produkten lagen die Werte bei dreien über dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Verwendung von Phthalaten, Chlorparaffinen und Bisphenol A in Konsumartikeln noch besser kontrolliert werden müssen. Als positiv wird in dem Projektbericht vermerkt, dass keines der getesteten Spielzeuge auffällige Werte für Blei, Cadmium oder zinnorganische Verbindungen aufwies. Auch bei polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) gab es keine Grenzwert-Überschreitungen.

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