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Vielfalt retten: auf der UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt

15. November 2018 | Naturschutz, Lebensräume, Landwirtschaft, Meere, Mobilität, Schmetterlinge, TTIP / CETA, Umweltgifte, Wälder, Wildbienen, Flüsse & Gewässer, Nachhaltigkeit

Am 17.11. beginnt in Sharm El Sheikh/Ägypten die 14. UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt (COP14). Mehr als 190 Staaten beraten dort, wie sie Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume weltweit besser schützen können. Allerdings zeichnet sich ab: Das Schwinden der Vielfalt bis 2020 zu stoppen – wie 2010 als Ziel formuliert –, wird kaum noch möglich sein. Dazu fehlt der politische Wille.

Gefährdet: Pantherchamäleon aus Madagaskar  (Pixel-mixer / pixabay.com)

Die jüngsten Berichte des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) zeigen deutlich, wie schlecht es um die Wälder oder Meere steht. Und es sind längst nicht mehr nur große Exoten wie Nashorn, Tiger oder Gorilla, die heute Sorge bereiten. So bedroht die intensive Landwirtschaft selbst kleinste Arten – etwa die Vielfalt der Insekten.

Der BUND fordert mit seinen Partnern von "Friends of the Earth", bis 2020 weit mehr zu tun, um natürliche Lebensräume zu bewahren und wiederherzustellen. Zum Beispiel: falsche finanzielle Anreize in Landwirtschaft, Fischerei und Verkehr endlich zu beenden.

Der Schutz der biologischen Vielfalt muss überall mitgedacht werden, auch in der Wirtschafts-, Finanz- und Infrastrukturpolitik. Konkret fordert der BUND in Ägypten einen neuen weltweiten Aktionsplan zum Schutz von Bestäubern zu verabschieden, ergänzt noch um einen Passus gegen Pestizide.

Wichtig: ehrgeizige Ziele

Zudem stellt sich die Frage: Welche Ziele zum Schutz der Artenvielfalt sollte die Staatengemeinschaft ab 2020 anpeilen? Sicher ist: Die ehrgeizigen Ziele, um den Verlust von Arten und Lebensräumen zu stoppen, dürfen nicht aufgegeben werden. Bereits jetzt gibt es Stimmen, die Latte tiefer zu hängen, um später eher Erfolge melden zu können.

Der BUND fordert hingegen, auf den bisherigen Zielen aufzubauen und ihre Umsetzung strikt voranzutreiben. Das Bundesumweltministerium scheint ambitioniert – doch neben vielen Vertragsstaaten arbeitet auch das deutsche Agrarministerium daran, die Ziele nach 2020 aufzuweichen.

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