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Verbindet über Ländergrenzen hinweg: Das Grüne Band Europa

13. September 2018 | Grünes Band

Das Grüne Band ist vielen Menschen als wertvoller Lebensraumverbund, Refugium für mehr als 1.200 gefährdete Arten und Erinnerungslandschaft entlang des einstigen Todesstreifens der innerdeutschen Grenze bekannt. Weniger bekannt ist dagegen, dass sich das Grüne Band entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs auf über 12.500 Kilometern durch ganz Europa zieht.

Logo des Grünen Bands Europa

In den 24 angrenzenden Ländern engagieren sich über 150 Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen fach- und länderübergreifend für den Erhalt dieses einzigartigen europäischen Natur- und Kulturerbes. In den von den Grüne-Band-Akteuren durchgeführten lokalen, grenzüberschreitenden und transnationalen Projekten und Aktivitäten wird wertvolles Knowhow zur Erhaltung und Weiterentwicklung des einzigartigen Biotopverbunds gesammelt und angewandt. Um sich über diese Erfahrungen, verschiedenen Herangehensweisen und Entwicklungen am Grünen Band Europa auszutauschen, trifft sich die European Green Belt Initiative alle zwei Jahre zur "Pan-European Green Belt Conference". Hier teilen die Naturschützer*innen aus den vier Regionen Fennoskandien, Ostsee, Zentrales Europa und Balkan ihre Meinungen, ihr Wissen und ihre Best Practices miteinander und diskutieren die Zukunft des Grünen Bandes Europa.

Auch dieses Jahr ist es wieder soweit: Ein Jahr vor dem 30-jährigen Jubiläum zum Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs in Deutschland richtet der BUND-Fachbereich Grünes Band mit Sitz in Nürnberg in Kooperation mit Euronatur, dem Thüringischen Umweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz vom 15. bis 18. Oktober 2018 die 10. Pan-European Green Belt Conference in Eisenach aus. Auch dieses Mal treffen sich die Mitglieder der European Green Belt Association e.V. in einem Side Event. Der Verein hat die Steuerung  der Initiative übernommen, der BUND ist als stellvertretender Vorstand vertreten.

"Wir freuen uns auf unsere europäischen Kolleginnen und Kollegen und ihre Berichte aus den Regionen", sagt die Leiterin des Fachbereichs Grünes Band Liana Geidezis. "In den Staaten am Grünen Band Europa gibt es ganz unterschiedliche Herausforderungen für den Erhalt der besonderen Lebensräume. Für den Schutz des Grünen Bandes in Deutschland profitieren wir von den Erfahrungen aus anderen Ländern und können wiederum unser Wissen weitergeben. Eine klassische Win-Win-Situation", so Geidezis. "Insbesondere freuen wir uns über die Teilnahme der Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund und über ihr Engagement für die Ausweisung des Grünen Bandes Thüringen als Nationales Naturmonument (NMM)."

Auf politischer Ebene liegt mit der bevorstehenden Ausweisung des Grünen Bandes Thüringen als Nationales Naturmonument (NNM) ein Meilenstein für den Schutz des Grünen Bandes in greifbarer Nähe: Mit der Ausweisung als NNM stünden in Thüringen weitere 3.661 Hektar unter Schutz, die bisher keinen wirksamen Schutzstatus genießen – insgesamt handelt es sich dabei um 20 Prozent der Fläche des Grünen Bandes. So würde außerdem das längste zusammenhängende Schutzgebiet am gesamten Grünen Band Europa von insgesamt 763 Kilometern Länge geschaffen.

Impressionen vom Grünen Band Europa:

(zum Vergrößern Bild anklicken)

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