Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

OK

Massenhaft Moorfrösche am Grünen Band

17. April 2018 | Grünes Band, Naturschutz, Lebensräume

In den Brietzer Teichen, dem Cheiner Torfmoor und den Kuesbruchwiesen – den Projektgebieten des BUND Sachsen-Anhalt am Grünen Band Salzwedel – tummeln sich in diesen Tagen zu Hunderten blaue Moorfrösche.

Während der Balzzeit zeigt sich das Moorfrosch-Männchen in einem auffälligen Blauton.  (Ute Machel)

Überall sind sie derzeit in größeren Gruppen in flach überstauten Grünlandflächen oder Klein- und Flachgewässern am Grünen Band Salzwedel anzutreffen: die Moorfrösche. Während der nur wenige Tage währenden Balzzeit zeigen sich die Moorfrosch-Männchen in einem auffälligen Blauton, während die Weibchen schlicht braun gefärbt bleiben. Die Balzrufe der Männchen sind als leises "Blubbern" überall deutlich zu vernehmen.

Der Moorfrosch zählt bundesweit zu den stark gefährdeten Amphibienarten. Ursachen sind insbesondere die Verluste an Feuchtgebieten, aber auch Zerschneidungen der Landschaft. Auch der Verlust an nahrungsreichen Grünlandflächen ist ein wichtiger Faktor, denn nach dem Verlassen der Gewässer brauchen die Jungfrösche eine ausreichende Nahrungsgrundlage für das weitere Heranwachsen. Der dramatische Verlust an Insekten in der Landschaft setzt also auch dieser Art zu.

"Seit mehr als zehn Jahren habe ich keine so großen Laichgesellschaften des Moorfrosches in unseren Projektgebieten mehr beobachten können", freut sich Dieter Leupold, Projektleiter am Grünen Band. "Wir mussten in den vergangenen Jahren feststellen, dass die Bestände eher zurückgegangen sind, obwohl die Bedingungen in vielen Gebieten schon seit Jahren optimal sind."

Wahrscheinlich habe hier auch der Waschbär zugeschlagen, so Leupold. Diese plündere bevorzugt die Laichplätze von Fröschen, die gerne in größeren Gruppen laichen. Die neuerlichen Beobachtungen der Moorfrösche stimmten ihn jedoch "sehr optimistisch, dass es jetzt wieder aufwärts geht", so Leupold.

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb