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Kommentar: Verspätete Fertigstellung von Schacht Konrad – BUND fordert Beendigung des Projektes

08. März 2018 | Atomkraft

Die heute vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mitgeteilte Einschätzung, dass das Atommüll-Endlager Schacht Konrad erst voraussichtlich knapp fünf Jahre später fertig gestellt würde, kommentiert Thorben Becker, Atomexperte beim BUND:

BUND-Atomexperte Thorben Becker  (Sebastian Hennigs)

"Es wurden schon viele Jahreszahlen vom jeweiligen Betreiber für die Inbetriebnahme des Atommülllagers Schacht Konrad genannt. Jetzt soll das Endlager angeblich 2027 fertig gebaut sein. Ungeachtet der Jahreszahl der Inbetriebnahme, ist es in der Sache falsch, am Schacht Konrad festzuhalten."

"Schon heute entspricht das Lager nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik. Die Lagerung in diesem alten Bergwerk wäre heute nicht mehr genehmigungsfähig. Ein vergleichendes Auswahlverfahren hat es nicht gegeben. Eine Rückholung des Atommülls kann nicht gewährleistet und wesentliche Mengen von Müll aus dem Atommülllager Asse oder aus der Urananreicherung können dort nicht eingelagert werden. Der BUND fordert deshalb ein neues Suchverfahren für ein Atommüll-Lager für den schwach- und mittel-radioaktiven Atommüll."

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