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Kommentar: Ergebnisse des Dieselgipfels unzureichend und absolut enttäuschend

02. August 2017 | Mobilität

Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger kritisiert die Ergebnisse des heutigen "Dieselgipfels" als unzureichend und "absolut enttäuschend".

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger  (Jörg Farys / BUND)

"Erneut haben sich die Autohersteller gegen die Interessen von Verbrauchern und Umweltschützern durchgesetzt. Die Bundesregierung hat es versäumt, die Verantwortlichen des Abgasskandals angemessen in die Pflicht zu nehmen und starke Maßnahmen gegen die hohe Stickoxidbelastung zu ergreifen.

Mit der Entscheidung für reine Software-Updates, die nicht einmal verpflichtend sind, werden Fahrverbote unausweichlich. Die Industrie kommt mit kostengünstigen Updates der Motorsoftware davon statt wirksame Nachrüstungen der Hardware zu finanzieren, das ist absolut enttäuschend.

Offensichtlich haben die kurzfristigen Gewinne der Automobilindustrie in den Augen der Bundesregierung noch immer ein größeres Gewicht als Umwelt- und Gesundheitsschutz. Die Kassen der Autokonzerne sind so voll wie nie. Es ist an der Zeit, die Automobilindustrie für ihre jahrelangen Vergehen mit Strafzahlungen zu belegen.

Die Hersteller dürfen sich nicht mit Kaufprämien für neue Diesel-Fahrzeuge oder einem Mobilitätsfonds von ihrer Schuld freikaufen. Die Bundesregierung muss wirksame Lösungen nachliefern, wir brauchen die Blaue Umweltplakette und einen sofortigen Verkaufsstopp für gesetzeswidrige Euro-6-Diesel-Neuwagen", sagte Weiger.

Mehr Informationen

  • zum Diesel-Skandal
  • Pressekontakt: Jens Hilgenberg, BUND-Verkehrsexperte, Tel: (030) 2 75 86-467, Mobil: 01 51 / 56 31 33 02 bzw. Annika Natus, BUND-Pressesprecherin, Tel. (030) 2 75 86-464, presse(at)bund.net

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