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Kommentar: E-Auto-Quote allein bringt keine Wende für klimafreundlicheren Verkehr – Gesamtenergiemenge muss sinken

23. November 2017 | Mobilität, Energiewende

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung eines Sondergutachtens des Sachverständigenrats für Umweltfragen zum Thema Klimaschutz im Verkehrssektor sagte Jens Hilgenberg, Verkehrsexperte beim BUND:

Elektroauto  (BUND)

"Eine E-Auto-Quote allein bringt keine Wende für klimafreundlicheren Verkehr. Wichtig ist, dass die im Verkehrsbereich benötigte Gesamt­energiemenge sinkt, vor allem im motorisierten Straßenverkehr. Dazu bedarf es ambitionierter und an den Klimazielen ausgerichteter CO2-Grenz­werte für neue Pkw für die Jahre 2025 und 2030, die weit über den kürzlich veröffentlichten EU-Kommissionsvorschlag hinausgehen. Neben der Art des eingesetzten Stroms spielt bei Elektroautos auch die Effi­zienz eine Rolle. Spritschlucker dürfen nicht durch Stromfresser ersetzt werden."

"Öffentliche Mittel sollten in erster Linie in eine Verbesserung der Infrastruktur öffentlicher Verkehrs­mittel fließen, um bessere Alternativen zum Auto anzubieten. Der Aufbau einer Ladeinfrastruktur für private Elektroautos muss zwar durch die Politik ordnungsrechtlich begleitet und vorangetrieben werden, die öffentliche Hand hat aber nicht die Rolle, eine Ladeinfrastruktur für private Nutzung auf­zubauen. Würden umweltschädliche Subventionen wie das Dienstwagenprivileg und die steuerliche Besserstellung von Diesel endlich abgeschafft, wäre viel Geld frei unter anderem für die notwendigen Investitionen ins Stromnetz."

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